Sonntag, 20. Oktober 2002

DTM-Finale auf dem Hockenheimring

Ab sofort findet ihr in der neuen Rubrik "Ontour" Geschichten diverser Urlaube und Ausflüge.
Zunächst einmal gibt es dort meine Erlebnisse beim DTM-Finale auf dem Hockenheimring.
Und wenn wir wieder vom anderen Ende der Welt zurück sind, gibt es dann auch das "Indras kleine Welt goes Down under"-Neuseeland-Special...

Mittwoch, 2. Oktober 2002

Schusseliese

Hier findet ihr den Beweis, dass sogar Gunnar manchmal garnicht so Unrecht hat...

Gunnar hatte wohl doch Recht... oder: Der große Rumms

Auch wenn ich es wirklich nur ungern zugebe: Gunnar hatte wohl doch Recht: irgendwann werde ich mich durch meine Schussligkeit noch umbringen.
Den letzten Beweis meiner Schussligkeit spüre ich noch heute. Eigentlich fing alles sehr harmlos an...
Ich war mit meinen Freundinnen aus dem Jazztanz-Kurs in einem Café verabredet. Wir saßen nett zusammen und quatschten. Da ich bald heim wollte (so gern ich die Mädels auch hab, ich konnte mir doch nicht die erste Folge der neuen "Charmed"-Staffel und die Fortsetzung der neuen Buffy-Staffel entgehen lassen...) trank ich nur einen Kakao (nein, keine 5 Gläser Rotwein, wie böse Zungen nach der Erzählung meiner Geschichte behauptet haben!!) und zahlte ihn auch gleich (damit wäre auch widerlegt, dass ich wegen versuchter Zechprellerei auf der Flucht vor dem Kellner gewesen sei...).
Ich verabschiedete mich also von meinen Mädels, schulterte meine diversen Taschen und steuerte recht zügig den Ausgang an. Dabei war ich in Gedanken wohl schon (ich kann mich leider aus später verständlichen Gründen nicht mehr ganz genau daran erinnern) in der S-Bahn oder schon daheim und schaute nicht so ganz genau hin, wohin mich meine eifrigen Füße trugen. Den Blick vor mir auf den Boden gerichtet sauste ich also auf die durch die Glastür sichtbare Straßenterrasse des Cafés zu, als mich unversehens der Amboss im Gesicht traf.
WUMMS!
Zumindest fühlte es sich wie ein Amboss an, als aus vollem Lauf heraus nacheinander meine Stirn, meine Nase und meine Oberlippe schmerzhafte Bekanntschaft mit der raumhohen, rahmenlosen und bei der herrschenden Kälte draußen natürlich geschlossenen Glasscheibe NEBEN der Tür machten. Gut, man hätte es sicher merken können, dass da eine Scheibe war: wie gesagt, draußen herrschten etwa 10 Grad und es war kein Lufthauch und keine Kälte zu spüren. Und irgendwie muss die Scheibe sicher auch gespiegelt haben..... Tja, man HÄTTE.... man hat aber nicht.
Ich prallte etwas zurück (wen überrascht das??), murmelte halblaut für die direkt Umsitzenden ein erklärendes: "Bin ich eigentlich BLIND?" und sauste so schnell mich meine etwas wackeligen Füße trugen aus der richtigen Tür (diese hatte ich diesmal vorher wohlweislich geöffnet) ohne mich vorher umzusehen, wer alles meine oberpeinliche Slapstik-Einlage gesehen hatte.
Gott sei Dank war die S-Bahn-Station gleich vor der Tür und ich konnte blitzschnell im Untergrund verschwinden. Dort begann dann allmählich mein lädiertes Gesicht höllisch zu schmerzen, mein Kopf dröhnte wie eine Glocke und ich zitterte am ganzen Körper. Ein unauffälliger Blick in meinen Taschenspiegel zeigte mir, dass ich wenigstens keine äußeren Zeichen meiner Schussligkeit davon getragen hatte. Die Fahrt heim war geprägt vom Bedürfnis, loszuheulen wie ein Schlosshund (wegen der Schmerzen und vor allem aber wegen der Peinlichkeit) oder ganz in typischer Krug-Manier (Mami wird das sicher gern bestätigen) schallend loszulachen über das unglaublich bescheuerte Bild, das ich sicher abgegeben hatte....
Kurz und gut, an diesem Abend überwogen dann daheim noch eher die Tränen aber mittlerweile haben diese (obwohl meine Nase immernoch ziemlich in Mitleidenschaft gezogen ist und bei festerer Berührung noch etwas schmerzt) doch eher kopfschüttelndem Lachen Platz gemacht.
Vorgestern bin ich unauffällig an dem Café vorbeigegangen... die Scheibe hat die Kollision auch überlebt :o) Und vielleicht schaffe ich es irgendwann doch noch, mit meinen Gedanken bei meinem nächsten Schritt zu sein und nicht schon ein paar Kilometer voraus.... meiner Nase zuliebe.