Montag, 16. Dezember 2002

MuKiTa

MUKITA - Mit Uschi Kann Indra Teig Ausrollen
oder: wenn Ungeduldige Plätzchen backen
Endlich war er da, der 8. Dezember 2002 und damit der MuKiTa. Mami (rechts übrigens ein typisches Bild ;o)) und ich hatten es tatsächlich geschafft, noch vor Weihnachten einen Termin für einen der bei uns sehr seltenen (aber in Zukunft hoffentlich viel häufigeren) Mutter-Kind-Tage zu finden.
Und wir hatten uns viel vorgenommen.
Vor allem wollten wir backen. Weihnachten ohne Plätzchen? Niemals. Und wenn die Waage unter uns zerbröckelt, Weihnachten ohne Plätzchen ist wie... hmmmm... Salamibrot ohne Erdbeermarmelade. Naja, schlechter Vergleich, das schmeckt glaub ich nur mir. Na gut: wie äh.... Brezel ohne Nutella. Hm. Wieder daneben schätz ich. Na egal, Ihr wisst schon, was ich meine.

Pünktlich um halb 11 kam ich also angesaust, klingelte etwa 20mal und benutzte dann meinen Schlüssel. Wenn ich schon mal vorbeikomme, dann aber mit richtig Lärm :o). Mami hatte schon 2 Teige fertig. Heeee..... vorarbeiten ist gemogelt!
Nun gut, blieben ja noch zwei Teige, denn ich hatte ein Rezepte und Zutaten dabei und Mami wollte noch ein weiteres Rezept ausprobieren. Und außerdem mussten wir ja noch unbedingt Spätzle für Kässpätzle machen, denn das hatte ich mir zum Mittagessen gewünscht. Mmmmmjam!
So ein bißchen mutig fand ich Mami ja schon, dass sie tatsächlich 4 (!) Plätzchensorten machen wollte, während ich da war und wir Unmengen zu schwätzen hatten.... Naja, Optimismus steckt an und so warfen wir uns unter Mehlstaubexplosionen, Muss-man-Mehl-Sieben?-Diskussionen, Butterspritzfontänen, Austausch aller neuen Neuigkeiten und chemielabor-genauer Bittermandelöl-Dosierung auf die 2 noch fehlenden Teige. Wir bekamen sie (trotz mehrmaligem "schau mal dies und das"-Weglaufen) tatsächlich fertig und packten sie in Alufolie in den Kühlschrank. Mm. Dort lagen nun 4 Päckchen Teig. Und eines sah aus wie das andere. Wir beschlossen, dieses Problem auf nach dem Mittagessen zu vertagen.
Das Mittagessen war blitzschnell fertig und superlecker. Da ich beim Essen von Neuseeland zu erzählen anfing musste ich zwar meine Kässpätzle kalt essen, aber eigentlich bin ich das ja schon gewöhnt, da bei mir vor lauter schwätzen eigentlich jedes Essen kalt wird. Tja. :o)
Frisch gestärkt ging es schließlich wieder an die Teigsorten. "Leider" mussten wir uns erstmal durchprobieren und Sherlock Holmes-mäßig ergründen, welcher Teig nun für welche Plätzchen gedacht war. Gott sei Dank waren sich die Teige geschmacklich nicht arg ähnlich, der Kipferl-Teig war in auffälligen Würsten verstaut und so in etwa konnten wir das in-den-Kühlschrank-legen rekonstruieren.
Wir starteten mit meinen Amarettokugeln, die ich vorsichtshalber (ich wußte, dass ich kompliziertes "Mit-Marmelade-zusammenkleben-und-mit-Schokolade-umhüllen" niemals hinkriegen würde) als nicht so aufwändige Amaretto-Halbkugel machen wollte.
Es klappte sogar alles und bald konnten wir (etwas hektisch, weil wir vor lauter Schwätzen die Plätzchen im Ofen ganz vergaßen: "Waaaahhhhh, die Plätzchen!!") gerade noch rechtzeitig herrlich duftende Bleche voll hellbraunem Gebäck aus dem Herd holen. Und ganz gegen meine sonstige Gewohnheit brachte ich sogar die Geduld auf, diese wenigstens noch in geschmolzene Kuvertüre zu tunken, das bisher höchste meiner Plätzchen-Verziergefühle.

Dann kam Mami mit ihren Plätzchen dran. Als ich die Rezepte sah (das erste waren "Rote Nestchen" oder so), wurde mir Angst und bange. "Ausrollen und Ausstechen"... na ok, wenns denn sein muss. Ich bin ja eher der unkompliziert-zusammenmansch-Plätzchenback-Typ, aber na gut. Aber dann: "eine Marzipan-Ei-Mischung machen, in eine Spritztülle füllen und einen Rand auf die Plätzchen spritzen"! Wahhhh! Arbeit!!
Und das sollte ein Rezept sein, das MEINE MUTTER herausgesucht hat? He, wer sind Sie und was haben Sie mit meiner Mutter gemacht, die so lange ich mich erinnern kann nie Geduld beim Kuchen- oder Plätzchenbacken hatte und immer unkomplizierte Plätzchen (Makronen, Kipferl...) machte und nie Lust hatte, diese irgendwie zu verzieren??? Die Zeiten ändern sich....
Aber wie sich herausstellte, ändern sich die Zeiten doch nicht wirklich richtig ;o)
Das Ausstechen ging noch mit stoischer Ruhe und Mami fand sogar in den Tiefen ihres Schrankes (auch für sie) ganz überraschend eine Gebäckspritze (oder wie die Dinger auch heißen mögen). Das Füllen übernahm ich und nach einem Spritzen-Fechtangriff von mir ("En garde, wenn Du nicht brav bist kriegst Du Füllung ins Ohr!") fing Mami auch supergeduldig an, Ränder auf die ausgestochenen Plätzchen zu quetschen.
Sprotzel, da war ein Rand, leider ziemlich krumm und schief. Naja, Übung macht die Meisterin. Aber leider nicht schnell genug... Mit jedem nicht sooooo ganz perfekten Rand *hust* sank auch ziemlich schnell der Geduldpegel... Und bevor Mami die Spritze durch die Wohnung werfen konnte machte ich lieber weiter und Mami ging in die Küche zum Gelee-Warmmachen.
Nicht, dass meine Ränder irgendwie besser ausgesehen hätten... Aber wenigstens konnte ich nebenher unbemerkt ein bißchen Marzipanfüllung naschen ;o) Nun ja, für die Plätzchen blieb genug übrig (trotz mehrmaliger Marzipanbrocken-Spritzen-Verstopfung, Rausgestocher und Gefluche) und ab gings in den Ofen mit den... naja... Sturm-Nestchen.
Weiter ging es dann mit "Napoleonshütchen". Schon wieder so was kompliziertes. Uiuiui... Mami war deutlich anzusehen, dass sie eigentlich nicht wirklich mehr Lust hatte, die runden ausgestochenen Plätzchen (ich stach aus während Mami die Füllung produzierte) mit Eiweiß einzuschmieren, die Füllung draufzusetzen, sie in eine origamiartige Dreispitz-Form zu drücken und dann noch mit Eigelb zu bepinseln.
So ging das ganze dann etwa so: schmotz, Eiweiß drauf, Füllung *klatsch* und nach 3 fummeligen Versuchen mit dem 3-Seiten-hochbiegen manschte Mami die Plätzchen in Röhrenform, während die Füllung überall rausquoll. Eigentlich wollte sie das Eigelb schließlich einfach drüberkippen, aber in letzter Minute kam der Ehrgeiz wieder und sie pinselte die Plätzchen doch lieber ein.
Mittlerweile waren auch die Sturmnester fertig und sahen, nachdem Mami das Gelee in die Mitte gefüllt hatte auch richtig schön aus und schmeckten toll. Auch die "Napoleonshütchen" waren seeeeehr lecker, wenn sie auch eher wie Hotdogs aussahen.
Oh weh, nach diesen für krugsche Backverhältnisse hochkomplizierten Rezepten standen nun noch die Vanille-Kipferl an. Wir hatten beide überhaupt keine Lust mehr, aber wie heißt es: "watt mutt datt mutt" und so rissen wir uns zusammen und formten wunderschöne Kipferl (ich hätte ja auch einfach die von den Teigwürsten abgeschnittenen Scheiben aufs Blech gelegt und "Vanille-Scheiberl" gemacht, aber davon wollte Mami nichts hören. Wenn schon Vanille-, dann bitte auch schöne -Kipferl.) Nachdem auch diese in letzter Minute aus dem Ofen kamen (wir hätten die Plätzchen fast wieder verquatscht) und großflächig mit Unmengen Puderzucker besiebt waren (das geht schneller als sie darin zu wälzen ;o)) waren wir rechtschaffen fertig.
Aber unser Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen!

Richtig stolz auf unsere bisher ungeahnten Fähigkeiten verteilten wir das Gebäck auf diverse Blech- und Tupper-Dosen.
Leider ging dieser MuKiTa dann auch schon bald zu Ende und ich musste mich (noch mit diversen Mehlflecken auf der Hose) wieder auf den Heimweg machen.
Aber eins ist sicher: der nächste MuKiTa kommt bestimmt (und bestimmt bald) und weil wir uns ja künstlerisch steigern müssen, machen wir dann Pralinen! (gell, Mami? *grins*)
PS: Die Rezepte der Plätzchen gibt es im Dezember auf der speziellen "Indras kleine Welt"-Weihnachtsseite!

Sonntag, 15. Dezember 2002

Apfent

Im Email-Verteiler von lieben Verwandten zu sein verhilft einem doch immer wieder zu netten Kleinigkeiten :o)
Auf der Weihnachtsseite findet Ihr nun eine sehr putzige "Apfent"geschichte.

Dienstag, 10. Dezember 2002

Kleine Büro-Weihnachtswelt

Hier ein Blick in Indras kleine Büro-Weihnachtswelt.

Freitag, 6. Dezember 2002

Weihnachten in Indras kleiner Welt

Pünktlich zu Nikolausi gibt es nun auch eine besonders kitschige Weihnachtsseite in Indras kleiner Welt. :o)