Mittwoch, 16. April 2003

Die spinnen, die Schwaben

Hier könnt Ihr nachlesen, warum das Zusammenleben mit einem Schwaben nicht immer ganz einfach ist. :o)

Mit meinem Schwaben im Baumarkt

Wie Ihr ja schon aus dem Fotoalbum wisst, haben Gunnar und ich uns eine schicke Design-Dolby-Surround-Anlage zugelegt. Dies hat nicht nur bewirkt, dass wir jetzt mit zwei DVD-Spielern vollkommen übertechnisiert sind, sondern hat auch unser Wohnzimmer vollkommen entstellt.
An der Wand entlang zogen sich neben den zwei Antennenkabeln nun noch drei dunkelgraue Strippen, zwei von den hinteren Lautsprechern und eins vom monströsen UFO-förmigen Subwoofer. Dass wir für letzteren schwitzend Teile unseres Sofas abgesägt haben, um ihn drunter zu verstauen und ihn dann doch an die Wand hängen mussten ist eine andere Geschichte, über die ich lieber den Mantel des Schweigens hänge.
Zu den Kabeln am Boden (vom Kabelverhau hinter dem Fernsehregal ganz zu schweigen) kam noch das Größte der Übel: dunkelgraue Kabel, die sich von den mühsam an die Wand gedübelten Lautsprechern Tesafilm-fixiert bis zum Boden zogen. Ich bekam zwar einige gut gemeinte Ratschläge (anstreichen, Klebeband drüberkleben), aber ich konnte mich nicht richtig dafür erwärmen. Auch dass man, um die hinteren Lautsprecher überhaupt zu hören kerzengerade ganz nach hinten gelehnt und genau mittig auf dem Sofa sitzen musste fand ich nicht so prickelnd, vor allem, weil der Platz immer sofort von Gunnar belegt wurde und ich mich irgendwie daneben quetschen musste und den Surround-Klang nur ahnte.
So beschlossen wir nach vielen Diskussionen, dass hier etwas zu geschehen hatte.
Nach einer wahren Odyssee auf der Suche nach Lautsprecherständern, die ich Euch hier erspare hatten wir sehr schöne (mit Kabelröhren zum Verstecken der Kabel und in der richtigen Sitz-Ohrhöhe) gefunden. Nun brauchten wir nur noch das nötige Equipment, um die offen liegenden Kabel am Boden professionell verschwinden zu lassen.
Die Bohrmaschine war schnell organisiert (irgendwie liegt die Maschine von Gunnars Vater mehr bei uns als dass er sie mal nutzen kann), was noch fehlte, waren Kabelschächte, Dübel und Schrauben.
Also nichts wie ab in den Baumarkt, in den ich fast genauso gern gehe wie zu Conrad Electronics...
Nachdem wir uns mit Kabelschächten eingedeckt hatten, mussten nun noch die Befestigungsutensilien her.
Und da ging es los.
Ich hätte ja zwei Packungen mit je 20 Dübeln und passenden Schrauben genommen. Aber das war Gunnar zu einfach. Und zu teuer. Schließlich gab es da ja auch einen 100er-Pack Dübel, die im Vergleich soooo viel billiger waren.
Irgendwie kam ich mir vor wie bei Papa ante Portas...
Nun gut, Dübel kann man nie genug haben *hust*. So fehlten zu unserem Glück nun nur noch die passenden Schrauben.
Auch hier gab es einen 100er-Pack. Aber halt, das wäre ja zu einfach gewesen! Es gab die Schrauben ja auch noch lose! Und da musste man nur das Döschen zahlen und konnte so viele Schrauben reinstopfen, wie das Geschick des Stopfenden hergab.
Also gings mit Sack und Pack und Dübeln und Kabelschächten hinüber zum Regal mit den losen Schrauben.
Und hier zeigte sich der wahre Schwabe: Gunnar fing an, jede Schraube einzeln in eins der kleinsten verfügbaren Kästchen zu sortieren. Den Kopf der ersten Schraube nach rechts, den Kopf der nächsten Schraube nach links, dann wieder nach rechts... Ich schätze, nur mein Lachanfall hat ihn davon abgehalten, dies mit allen Schrauben durchzuziehen. Nach der fünften Schraube nahm er schließlich eine Handvoll davon und stopfte sie in das Kästchen. Schütteln, Pressen, Umsortieren, nochmal Schütteln, noch eine Schraube dazustecken, dann mit Gewalt den Deckel drauf, der gerade mal so zuging. Puh.
Na, da hatten wir es den Beutelschneidern vom Baumarkt aber so richtig gezeigt! Wir hatten mindestes 10 Cent gespart! Und (wie sich später beim Nachzählen herausstellte) ganze 12 Schrauben (wohlgemerkt aber keine Dübel dazu, davon hatten wir ja nur 100) mehr! Wenn das jeder so machen würde, wären die aber bald pleite, hah!
Nur zu blöd, dass wir nun noch mehr andere Sachen kaufen mussten, um auf die für unseren "Mehr-Payback-Punkte-Gutschein" erforderlichen 25 EUR zu kommen... :o)
Tja, manchmal ist es nicht ganz leicht, mit einem wahren Schwaben zusammen zu leben.

Donnerstag, 10. April 2003

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