Mittwoch, 24. Dezember 2008

Gute Wünsche

Ich wünsche Euch ein schönes, gemütliches und besinnliches Weihnachtsfest und einen lustigen Rutsch ins Jahr 2009! Ich freue mich, wenn Ihr auch im nächsten Jahr wieder in Indras kleiner Welt vorbeischaut!

Freitag, 12. Dezember 2008

Weihnachtstaschenkreation

Ich habe mir unlängst eine neue Tasche gekauft, bei der man den Deckel der Tasche austauschen kann. Seitdem bin ich fleißig dabei, mir neue Taschendeckel zu nähen. In der schönen Weihnachtszeit muss dies natürlich auch ein Weihnachtsdeckel sein. Meine Kollegin hat ihn als "ääääähhhh.....klassisch" bezeichnet. Stimmt, das ist er. Und schön dazu!

Dienstag, 2. Dezember 2008

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Diesen Advents...äh..."kranz" haben wir als Werbung zugeschickt bekommen. Ist das nicht nett? In der Streichholzschachtel ist alles, was man braucht: 4 Kerzchen, vier Streichhölzer und im Kästchen sind die Löcher zum aufstellen der Kerzen. Super Idee!

Weihnachten auf Amerikanisch

Unsere Nachbarn sind Amerikaner, was sich Sommers an 2 Monster-Grills im Garten zeigt. Aber auch in der Weihnachtszeit ist ihre Herkunft nicht zu übersehen....
.... denn nur Amerikaner können so schöne aufblasbare Dekorationen in ihren Garten packen!

Montag, 1. Dezember 2008

Morgen Kinder wird's was geben...

Hurra. hurra, die Adventszeit ist da! Und wie jedes Jahr habe ich auch diesmal wieder meine Weihnachtsseite freigeschaltet. Mal sehen, ob ich auch dieses Jahr wieder etwas Neues dafür finde...
Ich wünsche Euch auf jeden Fall eine schöne, besinnliche und NICHT hektische Adventszeit!

Ja iss denn heut schon...

Alle Jahre wieder lalalala.... Natürlich wurde auch heuer die Weihnachtsdeko aus dem Schrank geholt und das Büro verschönert!
Nicht nur der Schreibtisch wurde geschmückt, auch mein großer Ficus benjamini hat ein paar Weihnachtskugeln abbekommen.
Dieser nette mollige Geselle steht direkt neben meinem Bildschirm und schaut mir beim Arbeiten zu.
Auch die Wand hinter mir wurde dieses Jahr mit lustigen Postkarten und einem obligatorischen Adventskalender geschmückt. Montags ist immer ein richtiger Festtag, wenn ich die Türchen des Wochenendes mit öffnen kann!

Dienstag, 21. Oktober 2008

Schräge Geburtstagsgeschenke

Beim "Ausmisten" meiner Kamera-Speicherkarte bin ich auf meine schrägen Geburtstagsgeschenke gestoßen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Mein liebes Mütterle hat mir zum Geburtstag diese riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeesige Tasse für meine Tassensammlung geschenkt. Ein Teebeutel passt gerade eben so rein. Aber dann leider kein Wasser mehr.
Die folgenden drei schrägen Geschenke verdanke ich zwei Freundinnen, die mich erschreckend genau kennen! Sie wussten genau, was ich mir NIEMALS selber gekauft hätte, aber total nett finde...

Das erste kuriose Geschenk ist diese Magnet-Languste. Die Fühler und die Beine sind an kleinen Federn befestigt, so dass sie aufgeregt zappeln, wenn man das Tierchen anstuppst. Das sieht total witzig aus! Ich habe sie übrigens Freddy" getauft.
In diesem Fläschchen befindet sich Rosenschnaps. Ich habe ihn noch nicht probiert, aber etwas aus Rose KANN nur toll schmecken. Ich werde berichten...
Nachtrag: ich habe den Schnaps mittlerweile probiert. Er schmeckt schon lecker, aber leider nicht soooo arg nach Rose. Er scheint aber ziiiiiiiemlich stark zu sein *hicks*
Mit diesem Geschenk (ein "Victory"-Zeichen mit Kabel??) wusste ich erstmal nichts anzufangen. Ich hatte das schon öfter im Laden gesehen, aber bin nie recht dahinter gekommen, was das sein soll. Also habe ich jetzt mal die Packung umgedreht und die Rückseite gelesen.
Nach der Lektüre war ich etwas schlauer. Ein Massage-Gerät mit USB-Anschluss für gestresste Büromenschen! Aaaaaaahhhhhhhhhja. Na, das musste ich doch gleich ausprobieren.
Ich stöpselte das Teil ein, es sauste gleich los und meinen Hand, in der ich es hielt, wurde von der Vibration sofort taub. Todesmutig hielt ich es an die Nasenwurzel (hier war in der "Anleitung" doch ein Punkt), um die müden Augen zu entspannen. Sagen wir mal so: wer das Geräusch und Gefühl, das ein Zahnarztbohrer am Schädelknochen erzeugt entspannend findet, sollte sich das Massageteil SOFORT kaufen! Ich hatte noch ca. eine halbe Stunde Kopfweh und mein Gehirn fühlte sich durchgequirlt an. Sobald mein Trauma vorbei ist und ich mich traue, es wieder anzufassen, werde ich es nochmal ausprobieren, aber dann vielleicht am großen Zeh oder so.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Gewonnen!

Hier war mir doch tatsächlich mal das Glück hold uns ich habe etwas gewonnen. Und dann auch noch was, das zu mir passt! Denn wer außer mir würde schon mit Begeisterung einen USB-Stick verwenden, der aussieht wie ein angebissenes Eis?

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Kanadische Mitbringsel

Eigentlich wollte ich mir ja keine Tassen mehr kaufen, aber gute Vorsätze sind eben doch Schall und Rauch. Leider kann man auf einem einfachen Bild das Motiv nicht in seiner vollen Schönheit darstellen, aber ich denke, Ihr bekommt einen Eindruck. Die Tasse ziert eine Reihe Tiere, die vor einem Klohäuschen anstehen, während darunter "Nature's Calling" steht. Ist das nicht süß?
Als ich das Motiv dieser Tasse (ja, ich hab mir NOCH EINE Tasse gekauft) zum ersten Mal gesehen habe, bin ich schier umgefallen vor Lachen. Und auch jetzt muss ich jedes Mal kichern, wenn ich in das treudoofe Gesicht des Bären schaue. Und allein für diese Aufheiterung musste ich sie einfach mitnehmen. Ein positiver Nebeneffekt des schrill-bunten Gummi-Reliefs des Motivs (man beachte die milka-lila Berge!), das sich ganz um die Kunststoff-Tasse zieht, ist, dass ich mir nun nicht mehr die Finger an der heißen Kaffee-Tasse verbrühe. Wenn das nichts ist...
Im Aquarium von Vancouver bin ich diesem bunten Kerlchen begegnet. Sofort stellte ich ihn mir auf unserem knallroten Sofa vor und schwupp, war er auch schon in meinen Einkaufskorb gehüpft. Und was soll ich sagen: die Farbkombi ist einfach spitze!

Dienstag, 30. September 2008

Kulinarisches aus Kanada

Wenn es eine Konstante gibt, die sich durch jeden unserer Urlaube zieht, dann sind das die kulinarischen Exkursionen, die ich in den ausländischen Supermärkten mache und die Gunnar jedes Mal zur Verzweiflung treiben. Es ist aber auch erstaunlich, dass sich - trotz aller Globalisierung - selbst in Kanada immer noch Lebensmittel finden lassen, die in Deutschland (meines Wissens) noch nicht angekommen sind. Fangen wir zwar bunt, aber ganz harmlos an: zunächst habe ich zwei Himbeer-Limos probiert. Das eine ist ein Himbeer-Ginger-Ale und das andere blaue Himbeer-Fanta, die auch die Zunge lustig blau gefärbt hat (das unappetitliche Beweisfoto, das wir gemacht haben, erspare ich Euch). Beides kann ich durchaus empfehlen...
Nun zu meinem absoluten Getränkefavorit des Urlaubs: Litschilimo! Ich trinke zu chinesischem Essen ab und zu gerne mal einen Litschisaft und die Früchte selber sind super lecker, aber diese Limo war einfach sensationell! Mjam!
Aber direkt daneben steht mein Waterloo. Ich habe mich immer selber gerühmt, immer alles Schräge komplett aufgetrunken oder gegessen zu haben. Aber in diesem Getränk habe ich tatsächlich meinen Meister gefunden. Ich habe beim Kauf nur "Jamaican Style Ginger Beer", also "Ingwerbier jamaikanische Art" gelesen und dachte: "Hey, Ginger Ale ist lecker, da kann nichts schief gehen. Und dann ist noch so eine nette Blüte drauf, das schmeckt bestimmt irgendwie blumig." Tja, hätte ich mal die Zutaten gelesen... Es war tatsächlich Ingwerlimo, aber leider nicht nur mit dem Geschmack, sondern auch mit der Schärfe von Ingwer! Ich kann wirklich scharf essen und tue es auch oft und ausgiebig, aber scharf trinken: nein danke! Nach zwei Schlucken habe ich die kompletten 1,5 Liter in den Ausguss gekippt...
Nach dem Ingwer-Desaster habe ich ja fast mein ganzes Probier-Selbstbewusstsein verloren. Aber die Neugier hat diesem unhaltbaren Zustand schnell ein Ende bereitet. Überall sieht man in den Supermärkten das so genannte "Cream Soda" herumstehen und ich wollte schon immer mal wissen, was es damit auf sich hat. Und ein Getränk in Leuchtfarbe, auf dem ein Eis abgebildet ist: hey, das KANN nur lecker sein!
Schon beim Eingießen verströmte das schrill pink Getränk (leider kann man auf dem Foto die tatsächliche Leuchtkraft der Farbe nur erahnen) einen süßen, klebrigen Geruch, der lautstark verkündete, dass in diesem Getränk GANZ sicher überhaupt kein einziges bisschen natürliches Aroma steckt. Das fing ja schonmal vielversprechend an. Und dann der vorsichtige Geschmackstest: super!!!! Klebrig, süß, künstlich und tatsächlich ein bisschen nach Eis! Klasse. Ich war sofort wieder versöhnt mit ausländischen Getränken. :-)
Aber nicht nur giftig-bunt-schrill-klebrig-künstliche Getränke kamen in meinen Becher. Um Euch zu zeigen, dass ich mir meine Geschmacksnerven nicht völlig abgehobelt hab, hier noch ein weiteres Getränk, das ich SEHR lecker fand: ganz altmodische, zahme aber lecker zitronige Limonade. Mjam. Ab und zu sollte man seiner Zunge auch eine Auszeit gönnen...
Auf unserer Reise wurde natürlich nicht nur getrunken. Die Bilder der UNMENGEN Steak und Burger, die wir gegrillt und verputzt haben, brauche ich hier wohl nicht zu zeigen. Aber dies hier kann ich empfehlen: für den süßen Zahn beim "Nachmittags-Kaffee" haben wir uns einmal diese hausgemachte Pecanuss-Torte gegönnt. Ein ganzes Stück davon und man stirbt fast an innerer Verklebung. Verhältnismäßig teuer, aber auch sehr ergiebig, das gute Stück.
Solltet Ihr einmal auf einer West-Kanada-Reise in der Stadt Vernon vorbeikommen, solltet Ihr unbedingt sowohl den Honigverkauf "Planet Bee" besuchen (der "Blueberry Blossom Honey" ist sensationell, bringt mir ein großes Glas mit!!) und auch die direkt darüber gelegene Show-Obst-Farm "Davison Orchards". Probiert Euch durch die Äpfel und die diversen Probierstände im superkitschig-gemütlichen Farmladen und vergesst auch nicht, die superleckere "Apple Butter" (schmeckt ein bisschen wie dickes Apfelmus mit Zimt) zu essen! Mmmmmmmmmmmjam!!
Dass leider nicht alles, was bunt ist auch gut schmeckt, habe ich diesmal in einem Taco-Bell erfahren. Dieser schrei-bunte-keks-knusprige Taco war leider nur was für's Auge...

Bert in West-Kanada

September 2008
05.09.2008
Auf nach Kanada! Bert war mit seiner Crew aufgebrochen, um den Westen Kanadas auf seine Urlaubs-Tauglichkeit zu prüfen und Bilder für einen speziellen Reiseführer aufzunehmen. Aber wie das oft so ist: bevor man richtig losfliegen kann, wird man in London ausgebremst. 5 Stunden Aufenthalt im neuen schicken Londoner Terminal wollen irgendwie rumgebracht werden. Am besten, man macht erstmal ein Nickerchen...
... liest ein gutes Buch...
... futtert die mitgebrachten Schokovorräte seiner Mitarbeiter leer...
... und spielt eine Runde Karten.
Und ehe man es sich versieht, fährt man die zweitlängste Rolltreppe Europas hinunter und nimmt die Bahn zum Gate.
Kaum in Vancouver angekommen, wollte Bert auch schon loslegen mit der Arbeit. Er scheuchte seine Crew an den nahen Strand. Leider war mit ihnen nicht viel anzufangen. Etwas angemüdet saßen sie auf dem angespülten Treibholz herum und stierten in die Gegend. Na, so wird das nichts. Er gab ihnen den restlichen Abend frei.
06.09.2008
Gleich am nächsten Morgen aber war Schluss mit lustig und es ging ab in die Stadt. Der modernen Kunst konnte Bert nicht so viel abgewinnen und machte sich ausgiebig darüber lustig. Dieses Kunstwerk würde es wohl nicht in seinen Reiseführer schaffen.
Am Hafen warf er einen Blick auf ein dort ankerndes Kreuzfahrtschiff. Kurz war er versucht, statt über eine Wohnmobilreise durch Kanada lieber über eine Kreuzfahrt zu berichten, aber leider war keine angemessene Kabine mehr frei.
So ging es eben weiter durch den nahen Stadtteil Gastown. Dort faszinierte ihn die berühmte dampfbetriebene Uhr, aus der es oben fröhlich herausdampfte. Leider hatte das Kreuzfahrt-Intermezzo so lange gedauert, dass er und seine Crew nicht zur vollen Stunde dort waren, aber auf den Reiseführerbildern wäre das Geläute sowieso nicht zu sehen gewesen.
Vorbei an der Statue von "Gassy Jack", dem ersten Siedler Vancouvers und Saloonbesitzer ging es dann weiter...
... nach Chinatown. Bert beschloss, dass er vor dem Hintergrund der hauptsächlich roten und gelben Auslagen der wuseligen Läden nicht gut zur Geltung kommen würde. So wurde der Fotoshoot in den chinesischen Garten verlegt. Nach diesem Shoot streikte die Crew, die den ganzen Tag die Ausrüstung hinter Bert hergeschleppt hatte und machte sich einen schönen Abend ohne ihn.
07.09.2008
Am nächsten Tag ging es in den Mt. Seymour Provincial Park nahe Vancouver. Schließlich mussten die Wandermöglichkeiten der Metropole getestet werden. Der Aufstieg auf den Mt. Seymour war nicht sehr lang, aber doch steil und zum Teil ein bisschen unwegsam. Bert, ganz V.I.P., ließ sich den ganzen Weg hochtragen...
... und hatte so an einem Schneefeld genug Energie, einen Schneemann zu bauen.
Endlich oben angekommen, entschädigte der tolle Rundumblick mit Vancouver in der Ferne die Crew für die anstrengende Kletterei.
Auf dem Rückweg nach Vancouver machten sie noch einen Abstecher zum Lynns Canyon, über den sich eine kleine, wacklige Hängebrücke spannt.
Der Crew blieb beinahe das Herz stehen, als Bert die Brücke auf dem Geländer überquerte! Aber wie Bert immer sagt: no risk, no fun!
09.09.2008
Tags darauf holte die Crew das Wohnmobil ab und ab ging es in die Berge. Nach diesem "Ruhe"tag wurde aber auch schon wieder fleißig gearbeitet. Man war ja schließlich nicht zum Vergnügen hier! Man besuchte die Shannon Falls an der Straße nach Whistler und machte Unmengen Fotos.
Hier ein kleiner Einblick in die Arbeit der professionellen Fotocrew. Schließlich ist Bert ja nicht irgendwer und arbeitet nur mit Profis!
Nachmittags besuchten sie dann Whistler, wo die Vorbereitungen für die Olympiade 2010 in vollem Gange waren. Etwas abseits des Trubels ruhte sich Bert vom anstrengenden Fotoshoot aus.
An der Fußgängerzone von Whistler entdeckte Bert noch Kunstwerke, die ihm mehr zusagten als die moderne Kunst in Vancouver und die im Reiseführer nicht fehlen durften.
10.09.2008
Übernachtet wurde im Nairn Falls Provincial Park. Lange durfte die Crew die Nachruhe aber nicht genießen, denn gleich morgens scheuchte Bert sie aus den warmen Betten, um einen kleinen Spaziergang zum nahen Fluss zu machen.
Dann ging es weiter immer am Fluss entlang zu den 1 km entfernten Nairn Falls, über denen malerisch ein Regenbogen schwebte.
Wieder am Wohnmobil reiste die Gruppe weiter durch die Berge. An einem wunderschönen See machten sie Rast. Bert war wohl doch ein bisschen früh aufgestanden und holte in der Sonne Schlaf nach.
Abends kamen sie im Juniper Beach Provincial Park an. Dieser kleine Park, der hauptsächlich aus einem bewässerten Campingplatz inmitten wüstenähnlicher Landschaft bestand, lag geschützt in einer Flussbiegung.
An diesem Fluss genoss Bert gerade den Sonnenuntergang...
... als er plötzlich von einem Witzbold aus seiner Crew im Sand eingebuddelt wurde. Haha.
11.09.2008
Dieser Tag war ein reiner Fahrtag. Gegen Spätnachmittag kam die Crew am Wells Gray Provincial Park an und nahm sich einen Stellplatz auf der Trophy Mtn Buffalo Ranch. Da es ja schon spät am Tag war, gab Bert der Crew einen freien Abend und feierte kräftig mit. Erst gönnte er sich ein Bierchen...
... um dann nach einem Glas Wein kurz wegzunicken.
Angefeuert von etwas zuviel Alkohol wollte Bert auf die Weide gehen und eine Runde reiten. Allerdings kam er in seinem Zustand nicht auf das Pferd rauf.
Aber der Abend war noch jung und der angetrunkene Bert wollte ein bisschen Spaß haben! Neben der Koppel sah er einen Cowboy, der wohl auch ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hatte und vor sich hin döste. Bert vergewisserte sich, dass der Cowoy auch wirklich schlief...
... und machte sich dann einen schönen Abend mit der Freundin des Cowboys.
12.09.2008
Mit vom Alkohol des Vorabends dickem Kopf ging es am nächsten Tag schnell weiter in den Wells Gray Park (bevor der Cowboy aufwachen und sich Bert vorknöpfen konnte!). So ganz war der Dunst aber noch nicht verflogen, denn das Durchklettern des Zaunes an den Dawson Falls wollte Bert nicht so recht gelingen.
Seine Gliedmaßen wollten noch nicht so wie er und so steckte er irgendwann hoffnungslos fest.
Ein großes Glas mit aufgelöster Aspirin und ein kurzer Spaziergang zu den spektakulären Helmcken Falls machten Bert wieder etwas nüchterner.
So stand er auch die Wanderung auf Rays Farm durch. Der Weg führte an den verfallenen Farmgebäuden vorbei zu einer kleinen Mineralquelle mitten im Wald. Mineralien - war das nicht das Wundermittel bei einem Kater? Bert beugte sich zur Quelle vor...
... verlor das Gleichgewicht und plumpste hinein! Gottergeben trieb er auf dem Wasser und schwor sich: nie wieder Alkohol!
13.09.2008
Am nächsten Tag war eine kleine Wanderung geplant zu einem Aussichtspunkt hoch über dem Clearwater Lake. Bert hatte keine rechte Lust auf Wandern und ließ sich von einem Crewmitglied in der Tasche hochtragen.
Oben konnte er dann den weiten Blick und die die Sonne vollkommen relaxed und unangestrengt genießen.
Mit dem Wohnmobil ging es dann weiter auf den Green Mountain. Dort oben erkletterte Bert einen Aussichtsturm.
Der Blick über den Wells Gray Provincial Park war fantastisch! Er musste gleich für den Reiseführer festgehalten werden.
Abends kamen sie wieder auf der Trophy Mtn. Buffalo Ranch an und mieteten sich ein. Bert ging zur Koppel und betrachtete die Büffel.
Leider war der Cowboy mittlerweile aufgewacht und passte ihn ab. Er war garnicht erfreut darüber, dass Bert mit seiner Freundin rumgemacht hatte und drohte, ihn in die Koppel zu werfen, um ihn vom großen, wütenden Büffel zertrampeln zu lassen! Keine sehr schöne Vorstellung...
Bert redete mit Engelszungen und der Cowboy ließ sich erweichen. Er teilte Bert mit, dass er auf die Rache verzichten würde, wenn ihm Bert einen Teil seiner Arbeit abnehmen würde, damit er Zeit hätte, sich mit seiner Freundin einen schönen Abend zu machen. Er gab ihm eine große Hacke und diverse Baumstämme. Diese sollte Bert zu Kleinholz verarbeiten!
Bert ackerte wie ein Wilder und nach ein paar Stunden hatte er das ganze Holz zerkleinert und sogar ein schickes Schild geschnitzt. Bert ist eben ein Multitalent.
14.09.2008
Tags darauf fuhr die Gruppe weiter nach Valemount. Bert nahm sich selber eine Auszeit (er hatte ganz schön Muskelkater vom Holzhacken) und ging Geocachen. Nach dem Fund an einem einsam gelegenen Waldsee paddelte er mit einem Kanu herum und genoss seinen freien Tag.
16.09.2008
Der 15.09. wurde dazu genutzt, die Vorräte in Jasper wieder aufzufüllen und der Crew einen Shoppingtag zu geben. Schließlich musste getestet werden, was die 500 Souvenirläden in Jasper zu bieten hatten. Tags darauf ging es dann mit gut gefülltem Wohnmobil den Icefield Parkway hinunter. An den Athabasca-Falls wurde die Arbeit wieder aufgenommen und Aufnahmen für den Reiseführer gemacht.
17.09.2008
Der nächste Tag stand zunächst ganz im Zeichen des Columbia Icefield. Erst ging es zum Fuß des Athabasca-Gletschers, der sich immer weiter abtauend schmutzig-grau ins Tal erstreckte.
Dann machte die Gruppe eine Wanderung auf dem Parkers Ridge Trail. Dieser Trail führte über eine Bergkuppe und gab den Blick auf den Sasketchwan-Gletscher frei. Eine wirklich lohnende Wanderung, die auf keinen Fall im Reiseführer fehlen durfte!
Der nächste Stopp auf dem Weg Richtung Banff war der Aussichtspunkt hoch über dem Peyto-Lake. Da es dort erfahrungsgemäß von Touristen nur so wimmelt und Bert keinen Aufruhr durch sein Erscheinen heraufbeschwören wollte, ließ er sich gut versteckt in der Tasche eines Crewmitglieds zum Aussichtspunkt tragen.
Am Aussichtspunkt schließlich hielten mehrere Crewmitglieder die Touristenmassen zurück, während schnell die Bilder für den Reiseführer gemacht wurden. Die ungewöhnliche Farbe des Sees harmonierte wirklich sehr gut mit Bert.
18.09.2008
Da am Lake Louise zuviele Menschen unterwegs waren und so ein ungestörtes Fotoshooting nicht möglich war, wich die Gruppe an den höher gelegenen Morraine Lake aus. Zwar wurde die Crew auch hier von asiatischen Touristen während des Shoots fotografiert, aber so ganz lässt sich so etwas eben nicht vermeiden, wenn man mit einer Berühmtheit unterwegs ist.
Um den Zuschauern ein bisschen Nervenkitzel zu bieten, legte sich Bert noch in das Maul eines Schwarzbären, der vor einem Souvenirshop gehalten wurde. Das gab eine Aufregung! Aber wie immer hatte Bert die Situation voll im Griff und entkam dem Maul unbeschadet, wenn auch etwas vollgesabbert.
Zur Entspannung gönnte sich Bert noch einen Cache, der ganz der Eisenbahngeschichte gewidmet war und zu den Überresten einer Lok mitten im Wald führte. Ein echter Geheimtipp für Eisenbahnfreunde! Das musste unbedingt auch in den Reiseführer.
Weiter ging es eine enge Serpentinenstraße entlang zu den Takkakaw-Falls, den zweithöchsten Wasserfällen in Kanada. Naja, wenn Bert so danebensteht, wirken sie garnicht mehr so hoch...
19.09.2008
Im Mt. Revelstoke National Park machte die Gruppe den kleinen "Giant Cedars Trail". Die hohen, dicken Bäume waren wirklich faszinierend!
Bert wollte gleich einen davon erklettern, um möglichst spektakuläre Bilder zu bekommen. Leider verstieg er sich auf halber Höhe und landete unter der Rinde! Die Crew befreite ihn in einer gewagten Kletteraktion. Über das Missgeschick durfte aber nur hinter vorgehaltener Hand und außer Berts Reichweite gekichert werden, er war da SEHR empfindlich.
Genervt vom ständigen unterdrückten Gekicher seiner Crew versteckte sich Bert in einem Toilettenhäuschen und schmollte.
Abends servierte ihm seine Crew einen gewaltigen Wiederaufbau-Hamburger. Das versöhnte ihn ein bisschen.
20.09.2008
Am nächsten Tag ging es 20 Minuten mit der Fähre über einen See. Bert wollte natürlich nicht zugeben, dass ihm etwas mulmig dabei war (gut, dass er keine Kabine auf dem Kreuzfahrtschiff bekommen hatte!). Er drückte sich allerdings sehr auffällig unauffällig am Rettungsring herum...
Da seine Crew schon wieder hinter seinem Rücken zu kichern angefangen hatte, verzog sich Bert schließlich beleidigt ins Wohnmobil und schaute neidisch ein paar Bikern hinterher, die vor ihm die Fähre verließen. Wenn er nur mit ihnen fahren könnte... den Wind im Haarbüschel, coole Klamotten, aufregende Abenteuer und vor allem: kein albernes Gekicher!
In Nakusp Hot Springs angekommen, setzte sich Bert dann auch von seiner Crew ab und gönnte sich einen Wellness-Abend in den heißen Quellen. Er sonnte sich auf einem Liegestuhl...
... überprüfte die Sicherheitsausrüstung - bei Wasser wusste man ja nie...
... las bei einer jungen Frau mit (sein Buch hatte er auf dem Londoner Flughafen schon ausgelesen)...
... und ließ sich im angenehm warmen Wasser treiben.
Angenehm entspannt duschte er sich schließlich den Rest Ärger auf seine unsensible Crew weg.
21.09.2008
Wieder stand ein Fahrtag bevor. In Vernon machte die Gruppe Halt, um sich im "Planet Bee" mit Honig und in "Davison Orchard" mit Kuchen und "Apple Butter" einzudecken. Dann ging es zum Kekuli Bay Provincial Park. Ein kleiner Spaziergang führte zu einem Aussichtspunkt, wo sich Bert auf einer Bank niederließ, um die Aussicht über einen See zu genießen. Leider blies der Wind so stark, dass es ihn fast wegwehte und der Aufenthalt dadurch stark verkürzt wurde.
23.09.2008
Der 22.09. war wieder ein Shoppingtag, bei dem die Crew das "Orchard Park Center" in Kelowna unsicher machte. Bert ruhte sich im Wohnmobil aus. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Penticton. Dort gab es eine Fotosession vor der Sehenswürdigkeit des Ortes, einem zu einem Museum umfunktionierten Raddampfer. Wieder erregte Bert die Aufmerksamkeit der Einwohner, die ihn lautstark und freudig begrüßten. Das tat seinem Ego sehr gut!
Gut gelaunt lud er seine ganze Crew zum Essen ein. Er selbst gönnte sich eine riesige Portion Pommes. Auch Prominente können nicht IMMER auf ihre Figur achten.
24.09.2008
Am nächsten Tag kamen sie nach Osoyoos, eine recht wüste Gegend mitten in den Bergen nahe der Grenze zu den USA. Bert entdeckte ein Grundstück, das ihm auf Anhieb gefiel. Hier ein kleines Häuschen fernab vom Trubel... er bekam ganz glasige Augen. Vielleicht erinnerte ihn die Koppel auch an ein gewisses Cowgirl...
Doch genug geträumt, es gab Arbeit zu tun. So fuhren sie weiter zum NK'MIP Heritage Center, in dem das Leben der Indianer erläutert wurde. Bert erkletterte eine beeindruckende Indianerstatue vor dem Center und verklemmte sich prompt im Beinschmuck des Pferdes. Vielleicht war das Cowboy-Leben doch eher nichts für ihn.
Gegen Abend suchten sie sich einen Standplatz auf dem Campingplatz des Bromley Rock Provincial Parks. Bert machte einen Spaziergang am Bach entlang, als ihn ein heimtückischer Kieferzapfen niederstreckte und unter sich begrub! So langsam hatte er die Nase voll von diesem Land.
25.09.2008
Als nächster Stopp war der Manning Provincial Park vorgesehen. Leider spielte das Wetter nicht richtig mit. Die Gruppe fuhr zum Cascade-Lookout und machte ein paar Bilder von der sonst sehr schönen, an diesem Tag aber eher sehr diesigen Aussicht.
Gerade als Bert vor der herbstlichen Bergvegetation posieren wollte, fing es auch noch zu schneien an. Er hatte genug und scheuchte seine Crew den Berg wieder hinunter und weiter zum nächsten Campingplatz.
Dort wollte er vor dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang machen. Wie man es in dieser Gegend machen sollte, hatte er seine Bärenglocke dabei. Aber irgend etwas daran war wohl kaputt. Kaum war er ein paar Schritte vom Wohnmobil entfernt, tauchte auch schon ein Schwarzbär auf! Diese kannte er ja schon aus seinem letzten Kanada-Urlaub, allerdings handelte es sich hierbei wohl um einen wilden Artgenossen seines Bekannten. Er verfolgte ihn und Bert flüchtete samt seiner unnützen Glocke auf einen Baum.
Irgendwann wurde es dem Bär zu langweilig, unter dem Baum zu sitzen und er trollte sich in den Wald. Bert nahm die Beine in die Hand und flüchtete ins Wohnmobil. Für heute war er wirklich bedient...
26.09.2008
Und wieder stand der Gruppe ein langer Fahrtag bevor. Es ging zurück nach Vancouver. Unterwegs sah Bert, dass es in einem Schnellimbiss ein Gericht gab, das wunderbar mit seinem Aussehen harmonierte. Er spendierte der Crew eine Runde "Vulcano Tacos". Leider konnte der Geschmack nicht mit dem Aussehen mithalten.
27.09.2008
Langsam neigte sich die Zeit in Kanada dem Ende zu. Bert war - trotz aller Widrigkeiten - mit der Ausbeute an Bildern für seinen Reiseführer zufrieden. Die Crew gab das Wohnmobil ab und fuhr mit einem Mietwagen in den Stanley Park, dem riesigen Stadtpark von Vancouver. Pflichtprogramm ist dort der Besuch bei den Totempfählen.
Sie umrundeten die Halbinsel und konnten so die Lions Gate Bridge in ihrer vollen Pracht bestaunen.
Zum Abschluss dieses Tages besuchten sie noch den Lighthouse Park nördlich von Vancouver und genossen den farbenprächtigen Sonnenuntergang über Vancouver Island.
28.09.2008
Der Tag des Heimflugs war angebrochen. Bert und seine Crew besuchten noch das Aquarium von Vancouver. Dort waren sie mit dem Sohn von Kermit, einem Freund von Bert, zu einem Fotoshooting verabredet. Irgendwie passte es Bert aber nicht in den Kram, dass ihm Kermit Junior mit seinem coolen Auto die Show stahl. So blieb er nur so lange wie unbedingt nötig und verabschiedete sich schnell.
Auf dem Rückflug sah sich Bert nachdenklich ein Bild an, das die Crew von der Rückfahrkamera ihres Mietwagens aufgenommen hatten, als Bert gerade hinter dem Auto vorbeiging. Das wäre doch ein guter Titel für den Reiseführer über ein Land, in dem man dauernd Bären, gewalttätigen Cowboys, schlüpfrigen Quellenrändern, herunterfallenden Kiefernzapfen, Autofähren und widrigen Wetterbedingungen ausgesetzt ist: "West-Kanada - Check surroundings for safety" - "West-Kanada - behalten Sie zur Sicherheit Ihre Umgebung im Auge"!