Dienstag, 1. Dezember 2009

Es weihnachtelt sehr

Dezember 2009
Es weihnachtelt wieder in meinem Büro und dieses Jahr sind einige neue Dekoelemente dazu gekommen.

Meine neuste Entdeckung ist dieser zusammensteckbare Papp-Weihnachtsbaum vom Bassermann-Verlag. Man steckt ihn ganz einfach zusammen, schmückt ihn mit Papier-Kugeln und Papierkerzen (hier noch nicht zu sehen, Grund siehe nächstes Bild) und nach der Weihnachtszeit passen alle Teile wieder in einen buchgroßen Karton. SEHR praktisch und dekorativ!
Wo letztes Jahr meine Weihnachtskarten hingen, finden sich dieses Jahr die Papierkugeln des Pappweihnachtsbaums. Es sind nämlich genau 24 Kugeln und 24 Kerzen und so werde ich adventskalender-mäßig jeden Tag eine Kugel und eine Kerze am Baum anbringen. Der am Rand noch zu sehende Holzadventskalender wurde mir übrigens von meiner Kollegin Christiane gefüllt!! Ist das nicht nett?
Die Kerzen des Pappweihnachtsbaums werden von meiner Ratte bewacht, damit sie ja keiner klaut!
Wenn man sich das Bild des Pappbaums genau anschaut, entdeckt man rechts unter ihm diesen ca. 6 cm hohen Gesellen. Meine Kollegin Mirjam hat ihn mir aus Spanien mitgebracht und meinte, da wär irgendwie mein Name drauf gestanden und so hätte sie ihn mir unbedingt mitbringen müssen.
Er besteht aus zwei Teilen und wenn man die obere nach hinten klappt...
... kommt eine herzallerliebste silberne Krippenszene zum Vorschein!

Ich find's toll!
Mein Blinkebaum wird dieses Jahr von den Geschäfts-Sportfest-Tauzieh-Pokalen meines Kollegen "bewacht". Außerdem sind in den Kugeln Duftkerzen, die aber wegen der großen "Duftigkeit", die sie auch ohne Anzünden aufweisen, hinter verschlossenen Metalldeckeln gehalten werden. Am Baum hängen putzige kleine Glöckchen-Kugeln.
Und wo wir gerade bei "putzig" sind: in meiner Urlaubs-Steine-Sammlung leuchtet ein dezenter USB-Weihnachtsbaum vor sich hin.
Etwas weniger dezent, dafür umso bunter leuchtet dieser zweite USB-Weihnachtsbaum. Leider ist das im Foto nicht wirklich gut festzuhalten. Ihr werdet wohl oder übel vorbeikommen müssen, um die anderen Farben (rot, blau, grün, gelb und Zwischentöne) zu sehen.
Diesen lustigen Weihnachtsmann habe ich von der Tochter meines Ex-Chefs bekommen. Als er daheim erwähnt hat (wie ich ihn kenne mit einem resignierten Aufseufzen), dass jetzt bald Weihnachten kommt und ich wieder mein Büro bis zum Wahnsinnigwerden schmücke, hat sie ihm diesen Anhänger mitgegeben und gesagt, dass er ihn mir schenken soll. Das hat mich wirklich riesig gefreut!! Der Weihnachtsmann hängt nun an meinem Ficus und begrüßt jeden, der zur Tür hereinkommt mit seinen leuchtenden Farben.
Meinen behördlich zugelassenen Lichtschlauch habe ich dieses Jahr auf dem Fenstersims platziert. Auf dem Schreibtisch war einfach kein Platz mehr dafür...
Das Lichterkettenverbot habe ich dieses Jahr mit einer Batteriekette umgangen. Das ist allerdings auch nicht das Gelbe vom Ei, da die Akkus doch recht schnell leer sind, wenn die Kette den ganzen Tag an ist. Erst hatte ich die Kette, wie hier zu sehen, um meinen Bildschirm (man beachte den heimeligen Bildschirmschoner) geklebt, aber da ich ja auch etwas arbeiten muss (heieiei, im Büro was arbeiten, wenn das einreißt!) und ich die Bedienelemente am Rand nicht mehr sehen konnte vor lauter Lichtern, ist die Kette nun mittlerweile doch auf dem Schreibtisch gelandet. Ist ja nicht so wuchtig, das kleine Kettchen.
Sowas hier gehört einfach zu Weihnachten: eine superkitschige Schüttelkugel, auch ca. 6 cm hoch. Das Rieseln beruhigt ungemein...
Diese zipfelmützige Stuhlhusse, die ich von meinem ehemaligen Kollegen letztes Jahr zu Weihnachten bekommen habe, ziert nun unseren Besucherstuhl. Es traut sich kaum einer, sich auf den Stuhl zu setzen!
Der neuste Zuwachs zu meiner Weihnachtsputzigkeiten-Sammlung ist dieser "Weihnachts-Mainzelmännchen-Det"-Pin, den mir meine Kollegin Mirjam extra von einer Dienstreise nach Mainz mitgebracht hat! Irgendwie kennt mich Mirjam WIRKLICH gut...
Daheim halte ich mich dekomäßig etwas mehr zurück, aber auch dort ist ganz dezent und kulinarisch hervorragend die Weihnachtszeit angebrochen:

Im Wohngebiet neben unserem wird jedes Jahr auf einem der Hochhäuser ein Weihnachtsbaum aus Lichterketten aufgebaut. Da das Hochaus auf einem Hügel steht, überragt es alle Gebäude und der Baum ist weithin zu sehen. Eine richtig schöne Idee!
Das ist dieses Jahr unser "Adventskranz". Irgendwie gefällt mir dieses Jahr die Kombination aus Rot und Gold.
Durch Zufall hat auch meine Cousine genau diese meine Farbvorliebe getroffen, als sie uns diesen tollen Adventskalender gebastelt hat. Dieser Aufwand, der in dem Kalender steckt! Ich hab mich riesig gefreut, als sie damit vor der Tür stand!
Jedes einzelne Kästchen ist selbst gemacht, mit roten Kügelchen verziert und mit "Frohe Weihnachten" in allen denkbaren und undenkbaren Sprachen beschrieben. Da kann man noch richtig was bei lernen :oD. Bin schon sehr gespannt, was da so drinsteckt....
Wir müssen dieses Jahr ungeheuer brav gewesen sein, weil wir nämlich NOCH EINEN Adventskalender bekommen haben! Dieser verheißungsvoll pralle Sack mit durchschimmernden Päckchen wurde uns vom im verdienten "Unruhestand" befindlichen Uschi-Mütterle-Engelchen geschnürt und durch den Dieter-laus vorbeigebracht. Jeden Tag dürfen wir uns ein Päckchen "ergrabbeln". Man kann gespannt sein!
Shaun hat sich extra für den kleinen Timmy als Weihnachtsschaf verkleidet!
Eigentlich gehören kulinarische Genüsse ja in die Rubrik "Leckereien für Euch getestet", aber dies hier gehört einfach eher in die Weihnachtsrubrik. Nicht nur, dass wir von meinem Cousinchen einen aufwändigen Adventskalender bekommen haben, nein, sie hatte auch noch Zeit, 29 (!!!!!!!!!!!!) Sorten Plätzchen zu backen! Und nicht einfach nur "Zusammenhau-Plätzchen", sondern Verzierte, Geschichtete, Gefüllte, Schokolierte und mit "Füßchen" Gebackene.... Wir haben eine große Dose voll bekommen und es fällt uns RICHTIG schwer, sie nicht alle auf einmal aufzuessen. Sie sind so lecker...........
Seit Jahren jammere ich meine Kollegen und Freunde schon voll, dass es keine Backmischung mehr gibt für Gewürzkuchen, wie ich ihn früher daheim immer bekommen habe. Und was sehe ich da dieses Wochenende im Supermarkt? Diesen Karton!!! Mein Schrei und mein kleines Freudentänzchen mit der Packung im Arm mag auf manch andere Kunden ETWAS befremdlich gewirkt haben und auch Gunnar hat sein "Entschuldigung, ich kenne Sie zwar nicht, aber können Sie mir sagen, wie spät es ist"-Gesicht aufgesetzt... ;o)

Egal, Hauptsache, Gewürzkuchen wie "dahoim"!
In diesem Sinne: schaut mal wieder vorbei, macht es Euch daheim richtig schön und ja kein Stress!

Freitag, 16. Oktober 2009

Hab Sonne im Ei

Was mir mit meinem putzigen Eier-Handy passiert ist, habe ich hier für Euch festgehalten:

Spass im Ei

Um die eigentliche Geschichte zu erzählen, muss ich eine kleine Vorgeschichte erzählen. Ich höre jetzt diverse Stimmen sagen:"Och nein, Indra, komm zum Punkt!" Nö. Ihr müsst ja nicht weiterlesen. Oder Ihr fangt einfach ein paar Zeilen weiter unten an.
Das Ganze fängt damit an, dass ich mir endlich, nachdem ich 2 Jahre drumrum geschlichen bin ein SL55 gekauft habe. Für diejenigen unter Euch, die keine Handyfetischisten sind: das ist ein superputziges, kleines, eiförmiges typisches Frauenhandy von Siemens mit einer schicken Taststur, die durch Aufschieben des Handys sichtbar wird. Kurz und gut, dieses Ding hab ich jetzt, sehr zur Erleichterung von Gunnar, der sich jetzt mein Gejammer nicht mehr anhören muss. Und weil ich so ein Klingeltonfreund bin, kam es zu dieser Geschichte.
Hier können jetzt auch die "Auf-den-Punkt-Kommm-Überleser" wieder einsteigen.
Also, es ist Herbst geworden. Und damit das auch wirklich jeder merkt hat das Wetter beschlossen, auf einen Schlag RICHTIG eklig zu werden. Als ich also vollbepackt mit Einkaufstüte, fellüberzogener Umhängetasche (zu sehen unter "Meine Einkäufe" ;o) ) und einer ganzen Tüte Büchereibücher für den Urlaub aus der neuen Schwabengalerie in Vaihingen kam hingen die Nebelschwaden dicht über den Dächern und alles sah grau in grau in grau aus. Hat da mal jemand gesagt: "In Stuttgart hats NIE Nebel.." ? Ich ging zur Bushaltestelle und stellte fest, dass ich mich mal wieder entscheiden musste: sollte ich lieber 20 Minuten auf den Bus warten und dann 15 Minuten heimfahren oder in 20 Minuten direkt heimlaufen.
Meine hohe-Absätze-geplagten Füße skandierten "Bus, Bus, Bus...", aber mein Hirn schüttelte den Kopf, piekte mich metaphorisch gesprochen angelegentlich in die ziemlich ausladenden Hüften und meinte: "Das bisschen Laufen kann DIR nur gut tun." Seufzend hörte ich ausnahmesweise mal auf mein Hirn und machte mich auf den Weg. Und war es nicht klar: auf halber Strecke fing es auch noch an aus den nun schon fast auf den Gehweg hängenden Wolken zu regnen. Ich jonglierte mit meinen Tüten und Taschen, wühlte meinen Schirm heraus und und stapfte trübsinnig und mit beleidigten, wehen Füßen weiter. Zum Umkehren und auf den Bus warten war es nun auch zu spät. Ich versuchte mich mit einem kleinen Liedchen aufzumuntern. Leider hatte ich den "Sunshine Reggae" doch nicht so gut im Kopf und kam immer nicht weiter als "Sunshine, Sunshine Reggae....". Wahnsinnig aufmunternd. Wenn ich doch nur meinen mp3-Player dabei hätte.......
Und da fiel es mir ein: mein neues kleines Ei! Wozu hat man denn ein Handy mit polyphonen Klingeltönen? Ich kramte es heraus, klickte mich durchs Menü und hatte gefunden, was ich suchte: "Griechischer Wein", mein momentaner Lieblingsklingelton.
Bab-bab-bab-bab-Dü-düdelü-düdelü-düdelü... Rechts die Tüte, die Taschen umgehängt, in der linken Hand den Schirm und das dudelnde Handy marschierte ich durch den Regen. Gott sei Dank waren kaum Leute unterwegs, die hätten sich nicht schlecht gewundert. Plötzlich sah der graue Tag nicht mehr ganz so grau aus und nach ca. 7 "Griechischer Wein" war ich auch schon wieder gut gelaunt zu Hause angekommen. Ok, meine Füße waren trotzdem platt, die stehen wohl eher auf "I'm walking düdelü...." :o)

Montag, 21. September 2009

Cremige Versuchung

Ich habe mich seit neustem bei einem Test-Portal angemeldet und darf nun, wenn ich Glück habe, die unterschiedlichsten Produkte testen. Diesmal habe ich riesiges Glück gehabt und habe dieses gigantische Lindt-Mousse-au-Chocolat-Schoki-Paket mit 20 (!) Tafeln Lindt-Schokolade geschickt bekommen! Meine überglücklichen Kollegen durften gleich an einer Verkostung teilnehmen. Danach war allen grottenschlecht, aber alle waren sich einig: solche Kostproben darf ich ruhig öfter mitbringen!


Hier noch das Ergebnis unserer Verkostung:
Weiß: ich fand sie superlecker, cremig-vanillig, aber andere fanden sie zu süß und künstlich
Vollmilch: gut, aber langweilig
Noisette: sehr süß aber lecker
Feinherb: superduperklasse, wie "echte" Mousse.

Schräges Give-Away

Ein nettes kleines Männchen, das Gunnar von der IAA mitgebracht hat. Dieser Lego-ähnliche Pressevertreter wurde dort als Giveaway an Presseleute verteilt. Es handelt sich hierbei um einen USB-Stick, dem man, wenn man ihn nutzen will....
... den Kopf abreißen muss! Das nenne ich Humor....

Sonntag, 20. September 2009

Interessantes Gemüse

Diese merkwürdigen Tomaten haben wir unlängst bei unserem Gemüsehändler entdeckt. Es handelt sich um "Kumatos", gezüchtete Tomaten, die von innen her reifen und außen schmutzig-oliv-grün sind. Wir haben sie zu Tomatensalat verarbeitet, der recht merkwürdig aussah. Das Fruchtfleisch ist nämlich intensiv rot und die Schale so grün. Der Salat ist also eher schlammfarben und sieht nicht sehr appetitlich aus. Aber die Überraschung: die Kumatos schmecken super! Sie sind ganz süß und schmecken richtig intensiv! Also: unbedingt trotz komischem Aussehen probieren!

Montag, 31. August 2009

Leckeres und Interessantes aus Schweden

Unser Urlaub hat uns diesmal zum ersten Mal nach Schweden geführt. Juhuuu, kulinarisches Neuland! Unser ständiger Begleiter im Urlaub war diese Biersorte: Blå. Gunnar meinte, dass der Name von dem Geräusch kommt, das die Kohlensäure verursacht, wenn sie einen nach dem Genuss wieder verlässt, aber das scheint eine rein männliche Ansicht zu sein. Das Bier hat nur 2,6% Alkohol und wie uns ein Schwede versichert hat, kann man ungefähr 4 davon trinken und kann dann immernoch Auto fahren. Naja. Wir haben es nicht getestet, uns hat es immer nur die Abende erfrischt.
Auch die nichtalkoholischen Getränke haben wir - also vor allem ich - probiert. Toll ist, dass es in Schweden eine riesige Auswahl ungesüßter aromatisierter Sprudelsorten gibt. Sehr erfrischend! Probiert habe ich die Sorten Himbeer...
... und Mango. Klasse!
Was natürlich auch nicht fehlen durfte, waren neue Fanta-Sorten. Einmal Exotik (naja, schmeckte wie klebsüßer Mehrfruchtsaft) und Ananasfanta. Diese kam mir so bekannt vor und daheim habe ich - bei Durchsicht meiner Internetseite - festgestellt, dass ich sie schon in Neuseeland probiert hatte. Egal, sie schmeckt trotzdem super!
Wir haben ja gemeint, wir müssen uns durch die "Was essen die Schweden"-Seite unseres Marc 'o Polo-Reisführers durchprobieren. Darum wollte ich auch unbedingt DIE schwedische Marmelade probieren. Leider konnte ich mir den Namen nicht merken und so haben wir erstmal die falsche Marmelade gekauft. Hatte ich aber auch noch nie gegessen: Lingon-Sylt, also Preisselbeermarmelade. Etwas sauer und ein bisschen bitter "im Abgang", aber zu Camenbert eine Wucht.
Nachdem wir dann den Reiseführer nochmal befragt haben, haben wir auch die richtige Marmelade gefunden: Hjorton-Sylt. Das ist eine Marmelade aus Moltebeeren, die in Deutschland soweit ich weiß unbekannt sind. Geschmacklich ist sie - für mich, Gunnar mag sie Gott sei Dank mehr - kein Highlight, außer, man steht total auf Sandorn. Der Geschmack ist recht ähnlich. Naja, haben wir sie eben auch mal probiert.
Richtig lecker fand ich in Schweden das so genannte Polarbrod. Das sind weiche, etwas süßliche Hefeteigfladen, die man auch toasten kann. Sehr lecker und machen richtig satt....
Wieder mit dem Reiseführer bewaffnet haben wir dann - nachdem wir schon keine lebenden Exemplare gesehen haben - wenigstens im Supermarkt einen toten Elch in Wurstform erstanden.
Auf Lingonbrod (Brot mit Preisselbeeren im Teig!) schmeckt so eine Elchwurst richtig gut!
Wenn man in Schweden ist, kommt man auch an Fisch kaum vorbei. Die frische Variante aus der "Fischkirche" in Göteborg ist echt lecker gewesen! Jede Menge Krabben und Flusskrebsfleisch auf Salat, verputzt in der Sonne direkt am Wasser, mjam!
Eine Empfehlung aus unserem Reiseführer ist "Kalles Kaviar". Das ist eine Frischkäse-Fischeier-Paste aus der Tube, die wir gleich bei unserem ersten schwedischen Frühstück im Hotel probieren konnten. Naja, für's Frühstück war es recht heftig, da sehr salzig und fischig und am ehesten mit Sardellenpaste zu vergleichen. Tja, es muss einem ja nicht alles schmecken.
Fischmäßig hatten wir leider noch ein weiteres merkwürdiges Erlebnis, als wir uns eine Dose Matjesfilets der Firma Abba gekauft haben. Die haben den Matjes mit Unmengen Zimt gewürzt! Zimt in allen Ehren und in den Zimtschnecken und im Wiener Brod toll, aber im Fisch?!?
A propos Wiener Brod.... So sieht das aus! Es ist eine Steigerung der eh schon leckeren Zimtschnecken (Kanelbullar), indem in die Mitte noch ein dicker Klecks Vanille-Buttercreme gefüllt wird. Hier gehört der Zimt hin, nicht in Fisch!!
Eine absolute Köstlichkeit in Schweden sind die Chokladbollar. Das sind ca. Kinderfaust-große Rumkugeln, in Kokosflocken oder Schokostreuseln gewälzt. Reine Kalorienbomben, aber trotzdem - oder deswegen? - auch superlecker!
Es gibt diese leckeren Bollen noch eine Stufe heftiger, nämlich unter den Streuseln mit Schokolade überzogen. Oh, gut, dass wir nicht in Schweden wohnen...
Etwas kleiner aber nicht weniger lecker sind diese Punschpralinen. geschmacklich ähnlich den Chokladbollar, nur nicht ganz so riesig. Richtig was für den süßen Zahn zwischendurch.
Ja, die Süßigkeiten hatten es mir angetan. Gleich zu Beginn unserer Reise haben wir diese gefüllten Zitronenkekse erstanden. Lecker gefüllt, sauer zitronig, ein Genuss!
(Nachtrag: habe diese Kekse jetzt übrigens auch hier bei IKEA gefunden!)
Zu guter Letzt noch ein unrühmliches Kapitel unserer Schwedisches-Essen-Testerei. Ich weiß, ich reiße meine Klappe gern ziemlich weit auf von wegen "ich probiere alles, auch gerne schräge Sachen". Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, dass es Dinge gibt, an die ich mich doch nicht herantraue. In diesem Urlaub war es vergorener Hering namens "Surströming". Es soll - laut Reiseführer und der Schweden, die wir kennen gelernt haben - eine wahre Delikatesse sein und nicht so schlecht schmecken, wie es riecht. Wir hatten von Freunden eine Anleitung, wie die Dose korrekt zu öffnen ist (im 45 Grad-Winkel halten, sonst saut man sich irreparabel ein!) und auch ein tolles Rezept bekommen. Aber im letzten Moment habe ich mich nicht getraut. Ich weiß, ich bin ein Feigling...........

Samstag, 29. August 2009

Hochzeitsquilt

August 2009
Endlich kann ich Euch voller Stolz die Arbeit mehrerer Wochen im letzten Jahr präsentieren. Ich habe für meine Freundin Judith (bekannt von der "Wer ist eigentlich diese Indra?"-Seite, vom Peperoni und den Löwen-Quilt und dem mit ihr gemeinsam genähten Quilt) ein besonderes Hochzeitsgeschenk genäht. Da die Hochzeit erst jetzt im August stattgefunden hat, konnte ich schlecht vorher das "Making of" auf meine Seite stellen... Jetzt aber ist die Hochzeit vorbei, Judith eine glücklich verheiratete Frau und das Geschenk geschenkt. Darum nun also hier das ausführliche "Making of".

Schritt 1 war es, mir erstmal das geeignete Handwerkszeug zu besorgen: eine Schneidmatte, einen Rollschneider, ein langes Lineal, viiiieeeeele Stecknadeln mit Magnetnadel"kissen", einen Fadenschneider und - hier nicht zu sehen - verbogene Sicherheitsnadeln, die später noch in Aktion treten.
Dann ging es an die Auswahl der Stoffe. Ich wählte für Judith grün, da sie viel im Garten beschäftigt ist und den grünsten Daumen hat, den ich je gesehen habe. Für Ihren Mann Klaus, der selber Kanus baut (!) habe ich braun gewählt, das Holz symbolisieren soll. Das rot steht für die Liebe (klar) und für das Herdfeuer des gemeinsamen Zuhauses (hach, wie symbolträchtig!). Und das weiß des Fleece-Stoffes, nunja, das ist einfach schön neutral und kuschlig ;-)

Die Auswahl des Musters für das Geschenk war nicht so einfach. Hier gibt es viele Vorlagen, die ich mir aber bei meinen doch sehr rudimentären Nähkünsten nicht zugetraut habe. So habe ich das einfachste Muster genommen, das ich gefunden habe und habe es etwas abgewandelt.

Nachdem nun alle Vorbereitungen getroffen und das Material besorgt war, konnte es ganz fürchterlich losgehen.
Zunächst habe ich den kompletten Stoff in Unmengen Streifen geschnitten. Dabei musste ich ein ums andere Mal feststellen, dass der Rollschneider verflixt scharf ist. Aua!!!!

Mein Pflasterverbrauch schnellte explosiv in die Höhe.
Nach der ganzen Schneiderei ging es dann endlich ans Nähen. Erstmal kamen lauter rote Quadrate an einen braunen Streifen.
Das Ganze wurde in Stücke geschnitten und ein grüner Streifen drangenäht. Und dazwischen wurden die Stücke fein säuberlich gebügelt.
Nach dem grünen Streifen kam wieder ein brauner Streifen und dann wieder ein grüner und wieder ein brauner...
... und immer so weiter, bis das Spiralmuster langsam Gestalt annahm und die Streifen immer länger und die Stücke immer größer wurden.
Bei der Näherei fielen Unmengen fitzeliger Fadenreste an, die in der ganzen Wohnung herumfuhren, sich an alles hefteten und absolut ÜBERALL auftauchten.
Endlich war es soweit: alle Quadrate waren fertig genäht und gebügelt und ich konnte zum ersten Mal das ganze Muster auf dem Boden auslegen.

Das war ein richtig großer Moment!

Nun konnte man auch zum ersten Mal sehen, was es werden sollte, nämlich ein Quilt!
Das Zusammennähen der Quadrate war eine knifflige Angelegenheit, denn das Muster musste ja passen und die Stücke sollten auch so exakt wie möglich nebeneinander liegen.

Es klappte und das Muster präsentierte sich gleichmäßig grün auf braun.
Danach setzte ich außen einen Rand an und schwupp, war das Muster plötzlich braun auf grün!
Dann begann der richtig komplizierte Teil: das weiße Kuschel-Fleece musste auf die Rückseite des Stoffteils. Hier kamen nun die verbogenen Sicherheitsnadeln ins Spiel. Mit ihnen steckte ich beide Lagen zusammen.
Dann nähte ich, immer dem Muster folgend, die beiden Lagen zusammen. Einmal um jedes rote Quadrat herum und dann nochmal kreuzförmig in den Mitten des Musters. Das war vielleicht ein Gebolle in der Maschine!
Schließlich waren beide Stofflagen verbunden und ich konnte mich an den Rand machen. Leider hatte ich doch bei dem Gebolle etwas schief genäht und der Fleece-Stoff hatte sich verzogen, so musste ich recht viel vom Rand abschneiden, damit es wieder grade wurde. So wurde der schöne grüne Rand immer schmaler.
Und dann war es geschafft: mein erster ganz allein genähter Quilt war fertig und lag in all seiner Pracht vor mir. Ich war stolz wie Oskar und hoffte, dass er Judith und Klaus auch gefallen würde!

Ganz zum Schluss bekam der Quilt noch auf der Rückseite ein Stück Stoff mit einer persönlichen Widmung für die Beiden aufgenäht, aber das ist rein privat und nur für sie bestimmt. :-)



PS: Bestellungen für Quilts werden nicht angenommen ;-)