Montag, 31. August 2009

Leckeres und Interessantes aus Schweden

Unser Urlaub hat uns diesmal zum ersten Mal nach Schweden geführt. Juhuuu, kulinarisches Neuland! Unser ständiger Begleiter im Urlaub war diese Biersorte: Blå. Gunnar meinte, dass der Name von dem Geräusch kommt, das die Kohlensäure verursacht, wenn sie einen nach dem Genuss wieder verlässt, aber das scheint eine rein männliche Ansicht zu sein. Das Bier hat nur 2,6% Alkohol und wie uns ein Schwede versichert hat, kann man ungefähr 4 davon trinken und kann dann immernoch Auto fahren. Naja. Wir haben es nicht getestet, uns hat es immer nur die Abende erfrischt.
Auch die nichtalkoholischen Getränke haben wir - also vor allem ich - probiert. Toll ist, dass es in Schweden eine riesige Auswahl ungesüßter aromatisierter Sprudelsorten gibt. Sehr erfrischend! Probiert habe ich die Sorten Himbeer...
... und Mango. Klasse!
Was natürlich auch nicht fehlen durfte, waren neue Fanta-Sorten. Einmal Exotik (naja, schmeckte wie klebsüßer Mehrfruchtsaft) und Ananasfanta. Diese kam mir so bekannt vor und daheim habe ich - bei Durchsicht meiner Internetseite - festgestellt, dass ich sie schon in Neuseeland probiert hatte. Egal, sie schmeckt trotzdem super!
Wir haben ja gemeint, wir müssen uns durch die "Was essen die Schweden"-Seite unseres Marc 'o Polo-Reisführers durchprobieren. Darum wollte ich auch unbedingt DIE schwedische Marmelade probieren. Leider konnte ich mir den Namen nicht merken und so haben wir erstmal die falsche Marmelade gekauft. Hatte ich aber auch noch nie gegessen: Lingon-Sylt, also Preisselbeermarmelade. Etwas sauer und ein bisschen bitter "im Abgang", aber zu Camenbert eine Wucht.
Nachdem wir dann den Reiseführer nochmal befragt haben, haben wir auch die richtige Marmelade gefunden: Hjorton-Sylt. Das ist eine Marmelade aus Moltebeeren, die in Deutschland soweit ich weiß unbekannt sind. Geschmacklich ist sie - für mich, Gunnar mag sie Gott sei Dank mehr - kein Highlight, außer, man steht total auf Sandorn. Der Geschmack ist recht ähnlich. Naja, haben wir sie eben auch mal probiert.
Richtig lecker fand ich in Schweden das so genannte Polarbrod. Das sind weiche, etwas süßliche Hefeteigfladen, die man auch toasten kann. Sehr lecker und machen richtig satt....
Wieder mit dem Reiseführer bewaffnet haben wir dann - nachdem wir schon keine lebenden Exemplare gesehen haben - wenigstens im Supermarkt einen toten Elch in Wurstform erstanden.
Auf Lingonbrod (Brot mit Preisselbeeren im Teig!) schmeckt so eine Elchwurst richtig gut!
Wenn man in Schweden ist, kommt man auch an Fisch kaum vorbei. Die frische Variante aus der "Fischkirche" in Göteborg ist echt lecker gewesen! Jede Menge Krabben und Flusskrebsfleisch auf Salat, verputzt in der Sonne direkt am Wasser, mjam!
Eine Empfehlung aus unserem Reiseführer ist "Kalles Kaviar". Das ist eine Frischkäse-Fischeier-Paste aus der Tube, die wir gleich bei unserem ersten schwedischen Frühstück im Hotel probieren konnten. Naja, für's Frühstück war es recht heftig, da sehr salzig und fischig und am ehesten mit Sardellenpaste zu vergleichen. Tja, es muss einem ja nicht alles schmecken.
Fischmäßig hatten wir leider noch ein weiteres merkwürdiges Erlebnis, als wir uns eine Dose Matjesfilets der Firma Abba gekauft haben. Die haben den Matjes mit Unmengen Zimt gewürzt! Zimt in allen Ehren und in den Zimtschnecken und im Wiener Brod toll, aber im Fisch?!?
A propos Wiener Brod.... So sieht das aus! Es ist eine Steigerung der eh schon leckeren Zimtschnecken (Kanelbullar), indem in die Mitte noch ein dicker Klecks Vanille-Buttercreme gefüllt wird. Hier gehört der Zimt hin, nicht in Fisch!!
Eine absolute Köstlichkeit in Schweden sind die Chokladbollar. Das sind ca. Kinderfaust-große Rumkugeln, in Kokosflocken oder Schokostreuseln gewälzt. Reine Kalorienbomben, aber trotzdem - oder deswegen? - auch superlecker!
Es gibt diese leckeren Bollen noch eine Stufe heftiger, nämlich unter den Streuseln mit Schokolade überzogen. Oh, gut, dass wir nicht in Schweden wohnen...
Etwas kleiner aber nicht weniger lecker sind diese Punschpralinen. geschmacklich ähnlich den Chokladbollar, nur nicht ganz so riesig. Richtig was für den süßen Zahn zwischendurch.
Ja, die Süßigkeiten hatten es mir angetan. Gleich zu Beginn unserer Reise haben wir diese gefüllten Zitronenkekse erstanden. Lecker gefüllt, sauer zitronig, ein Genuss!
(Nachtrag: habe diese Kekse jetzt übrigens auch hier bei IKEA gefunden!)
Zu guter Letzt noch ein unrühmliches Kapitel unserer Schwedisches-Essen-Testerei. Ich weiß, ich reiße meine Klappe gern ziemlich weit auf von wegen "ich probiere alles, auch gerne schräge Sachen". Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, dass es Dinge gibt, an die ich mich doch nicht herantraue. In diesem Urlaub war es vergorener Hering namens "Surströming". Es soll - laut Reiseführer und der Schweden, die wir kennen gelernt haben - eine wahre Delikatesse sein und nicht so schlecht schmecken, wie es riecht. Wir hatten von Freunden eine Anleitung, wie die Dose korrekt zu öffnen ist (im 45 Grad-Winkel halten, sonst saut man sich irreparabel ein!) und auch ein tolles Rezept bekommen. Aber im letzten Moment habe ich mich nicht getraut. Ich weiß, ich bin ein Feigling...........

Samstag, 29. August 2009

Hochzeitsquilt

August 2009
Endlich kann ich Euch voller Stolz die Arbeit mehrerer Wochen im letzten Jahr präsentieren. Ich habe für meine Freundin Judith (bekannt von der "Wer ist eigentlich diese Indra?"-Seite, vom Peperoni und den Löwen-Quilt und dem mit ihr gemeinsam genähten Quilt) ein besonderes Hochzeitsgeschenk genäht. Da die Hochzeit erst jetzt im August stattgefunden hat, konnte ich schlecht vorher das "Making of" auf meine Seite stellen... Jetzt aber ist die Hochzeit vorbei, Judith eine glücklich verheiratete Frau und das Geschenk geschenkt. Darum nun also hier das ausführliche "Making of".

Schritt 1 war es, mir erstmal das geeignete Handwerkszeug zu besorgen: eine Schneidmatte, einen Rollschneider, ein langes Lineal, viiiieeeeele Stecknadeln mit Magnetnadel"kissen", einen Fadenschneider und - hier nicht zu sehen - verbogene Sicherheitsnadeln, die später noch in Aktion treten.
Dann ging es an die Auswahl der Stoffe. Ich wählte für Judith grün, da sie viel im Garten beschäftigt ist und den grünsten Daumen hat, den ich je gesehen habe. Für Ihren Mann Klaus, der selber Kanus baut (!) habe ich braun gewählt, das Holz symbolisieren soll. Das rot steht für die Liebe (klar) und für das Herdfeuer des gemeinsamen Zuhauses (hach, wie symbolträchtig!). Und das weiß des Fleece-Stoffes, nunja, das ist einfach schön neutral und kuschlig ;-)

Die Auswahl des Musters für das Geschenk war nicht so einfach. Hier gibt es viele Vorlagen, die ich mir aber bei meinen doch sehr rudimentären Nähkünsten nicht zugetraut habe. So habe ich das einfachste Muster genommen, das ich gefunden habe und habe es etwas abgewandelt.

Nachdem nun alle Vorbereitungen getroffen und das Material besorgt war, konnte es ganz fürchterlich losgehen.
Zunächst habe ich den kompletten Stoff in Unmengen Streifen geschnitten. Dabei musste ich ein ums andere Mal feststellen, dass der Rollschneider verflixt scharf ist. Aua!!!!

Mein Pflasterverbrauch schnellte explosiv in die Höhe.
Nach der ganzen Schneiderei ging es dann endlich ans Nähen. Erstmal kamen lauter rote Quadrate an einen braunen Streifen.
Das Ganze wurde in Stücke geschnitten und ein grüner Streifen drangenäht. Und dazwischen wurden die Stücke fein säuberlich gebügelt.
Nach dem grünen Streifen kam wieder ein brauner Streifen und dann wieder ein grüner und wieder ein brauner...
... und immer so weiter, bis das Spiralmuster langsam Gestalt annahm und die Streifen immer länger und die Stücke immer größer wurden.
Bei der Näherei fielen Unmengen fitzeliger Fadenreste an, die in der ganzen Wohnung herumfuhren, sich an alles hefteten und absolut ÜBERALL auftauchten.
Endlich war es soweit: alle Quadrate waren fertig genäht und gebügelt und ich konnte zum ersten Mal das ganze Muster auf dem Boden auslegen.

Das war ein richtig großer Moment!

Nun konnte man auch zum ersten Mal sehen, was es werden sollte, nämlich ein Quilt!
Das Zusammennähen der Quadrate war eine knifflige Angelegenheit, denn das Muster musste ja passen und die Stücke sollten auch so exakt wie möglich nebeneinander liegen.

Es klappte und das Muster präsentierte sich gleichmäßig grün auf braun.
Danach setzte ich außen einen Rand an und schwupp, war das Muster plötzlich braun auf grün!
Dann begann der richtig komplizierte Teil: das weiße Kuschel-Fleece musste auf die Rückseite des Stoffteils. Hier kamen nun die verbogenen Sicherheitsnadeln ins Spiel. Mit ihnen steckte ich beide Lagen zusammen.
Dann nähte ich, immer dem Muster folgend, die beiden Lagen zusammen. Einmal um jedes rote Quadrat herum und dann nochmal kreuzförmig in den Mitten des Musters. Das war vielleicht ein Gebolle in der Maschine!
Schließlich waren beide Stofflagen verbunden und ich konnte mich an den Rand machen. Leider hatte ich doch bei dem Gebolle etwas schief genäht und der Fleece-Stoff hatte sich verzogen, so musste ich recht viel vom Rand abschneiden, damit es wieder grade wurde. So wurde der schöne grüne Rand immer schmaler.
Und dann war es geschafft: mein erster ganz allein genähter Quilt war fertig und lag in all seiner Pracht vor mir. Ich war stolz wie Oskar und hoffte, dass er Judith und Klaus auch gefallen würde!

Ganz zum Schluss bekam der Quilt noch auf der Rückseite ein Stück Stoff mit einer persönlichen Widmung für die Beiden aufgenäht, aber das ist rein privat und nur für sie bestimmt. :-)



PS: Bestellungen für Quilts werden nicht angenommen ;-)

Donnerstag, 13. August 2009

Kulinarische Kindheitserinnerungen

Meine Kollegin hat zum Geburtstag diese Rarität geschenkt bekommen und hat sie schwesterlich mit uns geteilt: Treets! Keine Ahnung, wo es das noch zu kaufen gibt (wir hofften ja, das es nicht von früher aufgehoben worden war). Aber über eines waren wir uns alle einig: schon vor den M&Ms hat es richtig leckere Erdnuss-Schoki-Dragees gegeben!

Dienstag, 4. August 2009

Ben und Jerry in Stuttgart

Da die leckere Ben und Jerrys Eiscreme ja auch endlich ihren Weg nach Stuttgart gefunden hat, habe ich sie nun auch hier probiert. Der erste Test war die Sorte "Chunky Monkey".
Ich fand schon die Verpackung witzig, da der Löffel (bzw. der Holtschaber) im Deckel auf einem Wölkchen-Himmel augeklebt war.
Das sehr süße, sehr cremige und SEHR leckere Bananeneis war durchsetzt mit kleinen Bananen aus Zartbitterschokolade. Ist das nicht putzig?
Eine Sorte, die ich auch sehr empfehlen kann, ist "Strawberry Cheesecake". Was soll man sagen, es schmeckt eben wie gefrorener Erdbeer-Käsekuchen!