Freitag, 16. Oktober 2009

Hab Sonne im Ei

Was mir mit meinem putzigen Eier-Handy passiert ist, habe ich hier für Euch festgehalten:

Spass im Ei

Um die eigentliche Geschichte zu erzählen, muss ich eine kleine Vorgeschichte erzählen. Ich höre jetzt diverse Stimmen sagen:"Och nein, Indra, komm zum Punkt!" Nö. Ihr müsst ja nicht weiterlesen. Oder Ihr fangt einfach ein paar Zeilen weiter unten an.
Das Ganze fängt damit an, dass ich mir endlich, nachdem ich 2 Jahre drumrum geschlichen bin ein SL55 gekauft habe. Für diejenigen unter Euch, die keine Handyfetischisten sind: das ist ein superputziges, kleines, eiförmiges typisches Frauenhandy von Siemens mit einer schicken Taststur, die durch Aufschieben des Handys sichtbar wird. Kurz und gut, dieses Ding hab ich jetzt, sehr zur Erleichterung von Gunnar, der sich jetzt mein Gejammer nicht mehr anhören muss. Und weil ich so ein Klingeltonfreund bin, kam es zu dieser Geschichte.
Hier können jetzt auch die "Auf-den-Punkt-Kommm-Überleser" wieder einsteigen.
Also, es ist Herbst geworden. Und damit das auch wirklich jeder merkt hat das Wetter beschlossen, auf einen Schlag RICHTIG eklig zu werden. Als ich also vollbepackt mit Einkaufstüte, fellüberzogener Umhängetasche (zu sehen unter "Meine Einkäufe" ;o) ) und einer ganzen Tüte Büchereibücher für den Urlaub aus der neuen Schwabengalerie in Vaihingen kam hingen die Nebelschwaden dicht über den Dächern und alles sah grau in grau in grau aus. Hat da mal jemand gesagt: "In Stuttgart hats NIE Nebel.." ? Ich ging zur Bushaltestelle und stellte fest, dass ich mich mal wieder entscheiden musste: sollte ich lieber 20 Minuten auf den Bus warten und dann 15 Minuten heimfahren oder in 20 Minuten direkt heimlaufen.
Meine hohe-Absätze-geplagten Füße skandierten "Bus, Bus, Bus...", aber mein Hirn schüttelte den Kopf, piekte mich metaphorisch gesprochen angelegentlich in die ziemlich ausladenden Hüften und meinte: "Das bisschen Laufen kann DIR nur gut tun." Seufzend hörte ich ausnahmesweise mal auf mein Hirn und machte mich auf den Weg. Und war es nicht klar: auf halber Strecke fing es auch noch an aus den nun schon fast auf den Gehweg hängenden Wolken zu regnen. Ich jonglierte mit meinen Tüten und Taschen, wühlte meinen Schirm heraus und und stapfte trübsinnig und mit beleidigten, wehen Füßen weiter. Zum Umkehren und auf den Bus warten war es nun auch zu spät. Ich versuchte mich mit einem kleinen Liedchen aufzumuntern. Leider hatte ich den "Sunshine Reggae" doch nicht so gut im Kopf und kam immer nicht weiter als "Sunshine, Sunshine Reggae....". Wahnsinnig aufmunternd. Wenn ich doch nur meinen mp3-Player dabei hätte.......
Und da fiel es mir ein: mein neues kleines Ei! Wozu hat man denn ein Handy mit polyphonen Klingeltönen? Ich kramte es heraus, klickte mich durchs Menü und hatte gefunden, was ich suchte: "Griechischer Wein", mein momentaner Lieblingsklingelton.
Bab-bab-bab-bab-Dü-düdelü-düdelü-düdelü... Rechts die Tüte, die Taschen umgehängt, in der linken Hand den Schirm und das dudelnde Handy marschierte ich durch den Regen. Gott sei Dank waren kaum Leute unterwegs, die hätten sich nicht schlecht gewundert. Plötzlich sah der graue Tag nicht mehr ganz so grau aus und nach ca. 7 "Griechischer Wein" war ich auch schon wieder gut gelaunt zu Hause angekommen. Ok, meine Füße waren trotzdem platt, die stehen wohl eher auf "I'm walking düdelü...." :o)