Montag, 28. Mai 2012

Kampf mit den Wurzeln

Gartenarbeit entspannt ungemein. Man jätet, man pflanzt und ist ganz eins mit sich und der Natur. Zumindest so lange, bis einem die Natur den Krieg erklärt. Und das kann sie auch ganz passiv tun. Zum Beispiel, indem ein "Riesenchinaschilf" erst einen ganzen Holzkasten zuwuchert, ihn fast sprengt und dann einfach eingeht. Und dann hat man den Salat, denn dann muss man ca. 250 Liter Erde, durchsetzt mit z.T. fingerdicken und einer Million dünnen Wurzeln aus dem Kasten meißeln und entsorgen. Und das dauert einen ganzen Tag lang, weil man sich nur zentimeterweise durch den betonharten, aber gleichzeitig trampolingleich nachgebenden Boden graben muss. Und das sieht dann so aus:

Mit dem Hammer ein Minischäufelchen in den Boden hämmern, um die kleinen Wurzeln zu kappen.
Dann mit dem ganzen Körpergewicht dranhängen, um den Block zu lockern.
Und dann ist es geschafft! Nach nur zwei Stunden ist das erste Stück von drei riesigen Wurzelballen raus! Juhuuu...

Nachdem wir das ein paar Stunden auf diese Art gemacht haben, und dann ziemlich fertig waren (auch, wenn das hier so aussieht, als hätte ich nur meinen Göga bei der Arbeit fotografiert und sei ansonsten mit einem kühlen Getränk in der Hand im Liegestuhl gelegen, das täuscht, ich habe durchaus meinen Anteil am Hämmern, Graben, Zerren und Wühlen gehabt), haben wir in die Winzlücke, die wir freigelegt hatten, einen Flieder eingepflanzt und dann die restliche Arbeit vertagt.

Diesmal sollte Profiwerkzeug helfen: Gunnar hatte sich von seinem Chef einen großen, schweren Spaten geliehen.

Wir haben dann erst wieder mit dem kleinen Schäufelchen Schlitze gehämmert, in die wir den Spaten gerammt haben (ohne den Spalt federt der Spaten nur zurück, wie Gunnar hüpfend und fast über die Brüstung kippend feststellen musste). Mir wurde Angst und bange beim Zuschauen bei der Turnerei so direkt am Geländer.

Aber wir waren erfolgreich. Nach einem weiteren Tag Arbeit hatten wir den Kasten dann endlich freigelegt.

Boah, ich hasse solche Gartenarbeit....

Sonntag, 20. Mai 2012

Geburtstagslego

Mein holder Göttergatte hatte dieses Jahr einen runden Geburtstag (welchen, sag ich nicht :-) ). Und das schrie geradezu nach besonderen Geschenken.
Meines hat er leider aus Platzgründen verschmäht (ok, eine Tischkreissäge hätten wir wohl wirklich nicht vernünftig untergebracht), aber das seiner Schwiegermtter fand er klasse.
Er bekam nämlich einen aus Lego gebauten Gutschein für einen Besuch in einem... na, wer hat's erkannt?... Hochseilgarten! Ist der Gutschein nicht toll geworden? Man kann auch deutlich erkennen, dass Gunnar allein oben herumturnt (im Bild links oben), während ich Fußkranke mit einer Kaffeetasse in der Hand das Ganze gemütlich von unten beobachte (das Mädel auf der Bank links unten). Hat sie echt super gemacht, mein Mütterle. Jetzt weiß ich wenigstens, woher ich meine gelegentlichen Kreativitätsschübe habe :-)