Wer ist eigentlich diese Indra?

Wer ist eigentlich diese Indra?



Tja, ich schätze, da muss ich wohl etwas weiter ausholen... (Entsetzen bei denjenigen, die mich kennen :o) ) Warum? Wenn Indra mal anfängt "etwas auszuholen", dann kann das Ganze länger dauern.
Also, macht es Euch bequem, lehnt Euch zurück, scrollt langsam nach unten und lest.....


Die Anfänge

Wie fangen diese typischen "Wer bin ich?"-Geschichten immer an: "geboren wurde ich...." Ziemlicher Schwachsinn, denn wen interessiert wirklich wann und wo ich geboren wurde? Doch wohl höchstens ein paar Hardcore-Schwaben, die mir immer mal wieder meine gebürtliche und 3 Monate dauernde nordrhein-westfälische Herkunft unter die Nase reiben.

Was das Alter angeht: es ist ziemlich blauäugig zu erwarten, dass eine Frau ihr wahres Alter ab einer gewissen Höhe (also etwa ab 18) in der Öffentlichkeit preisgibt. Bei denen, die mich kennen ist es leider schon zu spät, dabei zu schwindeln, aber wenigstens den wenigen die es nicht so genau wissen oder wieder vergessen haben gebe ich hier die Möglichkeit zu wilden Spekulationen und Illusionen.
Gut, nachdem wir uns nun also einig sind, diesen Geburts- und Altersquatsch zu vergessen gehen wir gleich weiter zu meiner Kindheit und einer sensationellen Enthüllung......


Klein Indra

Tja, meine Kindheit und Teenagerzeit. Was war ich für ein niedliches und braves Mädelchen mit mal blonden, mal roten, mal langen und mal kurzen Haaren (wie man in meiner "Indra-durch-die-Jahre-Frisuren-Fotosammlung" weiter unten sehen kann) und einer dicken Brille mit ganz früher zeitweise einseitig abgeklebten Tropfenform-Gläsern und in meiner Jugend-Brillengeschmack-Sündenzeit breiten blauen Plastikrändern (die ich aber alle zur Verzweiflung meiner Eltern und meines Augenarztes nur so selten wie möglich aufgesetzt habe, bis ich endlich Kontaktlinsen bekam). Ich hatte eine schöne Kindheit und Jugend in einem kleinen Dorf mit vielen Freunden, einem Wellensittich, einem Hund, diversen Hamstern und Fischen, einigermaßen guten Noten, dem Kinderchor, der Jugendgruppe, meiner Kindergruppe, den üblichen harmlosen Krisen und Schwärmereien.


Das alles ist ja nun wirklich nichts Ungewöhnliches oder verdient gar meine großartige Ankündigung einer "Enthüllung". Nein, eine andere Tatsache wird diejenigen, die mich damals noch nicht kannten sicher in ungläubiges Staunen versetzen. Genug um den heißen Brei herumgeredet. Meine ganze Kindheit und Jugend hindurch und noch bis zum ersten Tag meines Studiums war ich (und meine Freundin und Quasischwester Judith, die es mittlerweile schon Unmengen Jahre (womit wir wieder beim diskreten Verschweigen unseres Alters wären) mit mir aushält und auf dem Bild unten mit mir in der Hängematte zu sehen ist wird dies sicher gern bestätigen)

....Trommelwirbel

.....schüchtern. Tja, damals bekam ich außerhalb meines engsten Freundeskreises und meiner Familie, wo ich wohl ab und zu ein rechter kleiner Teufel war (worauf meine Mutter mich nach dem Lesen dieser Seite hinwies und meinte ich müsse das schon noch ergänzen) den Mund nur auf, um "Ja", "Nein", "Danke" und "Bitte" zu sagen.
"Hach", höre ich den einen oder andern jetzt seufzen, "muss das eine schöne ruhige Zeit gewesen sein!" Ja, das war sie wohl. :o) Aber wie kam es dazu, dass es mit dieser ruhigen Zeit aus und vorbei war?




Das Ende der Stille

Der große Umschwung kam wie gesagt am ersten Tag meines Studiums. Überall in der "Villa", der schönen Fachhochschule auf dem Killesberg liefen unsichere Erstsemester mit ratlosen Mienen, Stapeln Papier in der Hand und Panik im Blick durch die Gänge. Zaghafte Gespräche kamen auf: "Auch im Ersten?" "Mhmh." "Wo kommst Du her?" "Ulm." "Aha. Ich komm aus XY." "Aha." Gespräch beendet, verlegenens Schweigen.
Dann endlich tauchten ein paar Mädels aus höheren Semestern auf, die sich jeweils eine Handvoll Erstsemester unter den Arm klemmten um mit ihnen zu "Kennenlerngruppen" in diverse Zimmer zu verschwinden. Verkrampftes "Einer-nach-dem-anderen-erzählt-uns-jetzt-warum-er/sie-ausgerechnet-Bibliothekar/in-werden-will"-Geschwafel, das in immer gleichen Geschichten und Gestotter ("kam im Studienführer weit vorne", "ich les schon immer gern"...) endete. Von Kennenlernen keine Spur. Aber es sollte noch schlimmer kommen....
Nachdem die Mädels es aufgegeben hatten, vernünftige Aussagen aus uns herauszuholen schleppten sie uns alle wieder in die große Halle um uns zu verkünden, dass in 5 Minuten Abfahrt zur Mensa sein würde.
Da stand ich nun allein in einer Ecke und beobachtete entsetzt, wie die andern anfingen, sich in Grüppchen zusammenzurotten und zu unterhalten. Da begriff ich: wenn ich es nicht schaffte, in diesen 5 Minuten Anschluss an eine dieser Gruppen zu finden, würde ich vermutlich den Rest des Studiums als Einzelgängerin verbringen.
PANIK.
Ich sah mich schon, von anderen in ihrer eingeschworenen Gruppe gerade mal geduldet in der Mensa und den Vorlesungen, keine Freundin zum Treffen und Lachen und Lästern.....
Es war klar: diese 5 Minuten würden über Spass oder Nichtspass in den nächsten drei Jahren entscheiden.
Und wenn ich die restlichen 3 Minuten, die durch meine Panikattacke von den 5 noch übrig waren noch weiter mit sinnlosen Horrovisionen verplemperte konnte ich an sich schon gleich wieder heimgehen.
So versuchte ich also einen ersten Vorstoß. Mit wackligen Knien ging ich zu einer Gruppe Mädchen, die eigentlich sehr nett aussahen.
Ich versuchte es zunächst mit der "Ich-stell-mich-einfach-dazu-lächle-und-schau-was-passiert"-Taktik. Nichts. Die Gespräche gingen über meinen Kopf weiter und ich stand nur blöd grinsend aber genauso sinnlos herum wie in meiner Ecke. Und da kam der große Knall. Etwas musste geschehen - und zwar bald.
Ehe ich richtig wusste, was meine Beine und mein Mund da taten (leider eine Spätfolge, mit der ich auch heute noch des öfteren kämpfe) war ich einen Schritt bis fast in die Mitte des Kreises getreten, rückte mich dadurch genau ins Blickfeld der Mädels und sagte (zu meiner grenzenlosen Überraschung erstaunlich selbstsicher klingend): "Hey, Ihr seid doch auch im ersten Semester? Findet Ihr hier eigentlich auch alles so wirr?"
Bumm.
So einfach.
So ungefährlich.
Und so erfolgreich :o))

Mit einem der Mädels treffe ich mich noch heute regelmäßig jede Woche zum Mittagessen und mit einer anderen (die mich übrigens auf dem Bild recht skeptisch von der Seite anschaut und die sich nach eigener Aussage seit der Zeit in der das Bild entstanden ist sehr zu ihrem Vorteil verändert hat) verbrachte ich die meiste Zeit des Studiums. Mit ihr "genoss" ich den Mensapampf, tanzte Square-Dance, gründete eine Volkstanzgruppe, sang im Chor, fuhr nach Freiburg statt nach Straßburg, nahm ihren badischen Dialekt an und übergab sie schließlich sogar als Trauzeugin ihrem Ehemann.

So kann man sagen, dass mir mein Studium nicht nur gute Freundinnen, die Fähigkeit, professionell Bücher abzustauben, ein paar überflüssige Pfunde (bedingt durch die Mensa, einen stets gut gefüllten Süßigkeitenautomat neben den Vorlesungsräumen und jeden Abend aus Kostengründen Emmentalerbrot aus der Mikrowelle) und eine Menge Spass gebracht hat, sondern auch dazu beitrug, die große Welt außerhalb Indras kleiner Welt eine winzige Spur lauter zu machen.


Eigenschaften und Vorlieben

Reden, bis der Arzt kommt
Tja, mittlerweile ist meine Fähigkeit, auch auf fremde Menschen stundenlang ohne Pause und ohne erkennbares Atemholen einzureden wohl das, was jemandem der mich kennenlernt am meisten an mir auffällt. Kunststück ;o) Bei solchermaßen Beglückten ist es schon nachgewiesener Maßen zu tranceähnlichen Zuständen gekommen (Naokos Bruder mußte diese Erfahrung schon am eigenen Leib machen... nur ihr rechtzeitiges Eintreffen konnte Schlimmeres verhindern...).

Ich Schussel
Für die Studien-Abschlusszeitung sollten wir uns schon einmal (leider nur kurz) selbst beschreiben. Dabei fiel mir als erstes "schusslig wie Inspektor Clouseau" ein. Es wurde schonmal befürchtet, dass ich mich irgendwann vor lauter Schussligkeit selbst um die Ecke bringen werde. Ich aber bin guter Hoffnung, dass ich meine Schussligkeit auch weiterhin überleben werde, da es jetzt so viele Jahre lang gut gegangen ist.

Ich Spielkind
Tja, es ist nicht zu übersehen; mein Büro und meine kleine Welt daheim sprechen eine deutliche Sprache: ich bin furchtbar verspielt. Buntes, Plüschiges, Nutzloses aber einfach umwerfend Niedliches oder Originelles zieht mich an wie das Licht die Motten. Wenn ich so etwas sehe, dann muss ich es einfach haben....... und so landet es nun auch unweigerlich auf meiner Homepage :o)) Auch meine Liebe für Kinderbücher und Hörspiele (hier natürlich besonders Pumuckl in allen verschiedenen Aufnahmen) rühren wohl von dieser Eigenart her.

Bücher, Bücher, Bücher
Schon von klein auf habe ich alle Bücher, die mir in die Hände fielen geradezu verschlungen (wie auch hier auf dem Bild zu sehen). Unsere Wohnung, unser Keller (und sehr zum Verdruss meiner Mutter auch noch ihr Keller) quellen mittlerweile über vor Büchern jeder Größe und Form. In Kisten, auf Stapeln und schon zweireihig auf meinem Ivar lachen sie einen aus allen Ecken an. Mittlerweile würde ich mich leider schon fast als "büchersüchtig" beschreiben, da ich, wenn ich ein Buch ausgelesen habe und gerade kein Neues greifbar ist (was Gott sei Dank nicht zu oft vorkommt) recht nervös werde und anfange, Beschriftungen auf Lebensmittelverpackungen und Ähnliches zu lesen, um überhaupt etwas zu lesen zu haben. Ich vergleiche das gern mit einem Kettenraucher, der sich eine neue Zigarette an der alten anzündet. In diesem Sinne bin ich dann wohl ein "Kettenleser".


Filme, Filme, Filme
Doch nicht nur Bücher und putzige Sinnlosigkeiten füllen unsere Regale. Auch meterweise Videokassetten und DVDs lagern in unserer Wohnung und in den Schränken meiner Mutter. Darunter finden sich vor allem alte deutsche und amerikanische Filme der 50er und 60er und neuere Mainstreamfilme. Nicht vergessen darf ich hier natürlich auch meine Lieblingsserie "Buffy im Bann der Dämonen", von welcher ich alle deutschen Staffeln besitze.

Chemiekeulen
Tja, eine Vorliebe, die mir nicht ganz so gut tut wie meine Freude am Tanz jeder Art ist meine Neugier auf neue ungewöhnliche Süßigkeiten und bunte Getränke. Sobald ein solches neues Produkt auf den Markt kommt, muss es sofort von mir getestet werden. Und dann natürlich manchmal auch von meinen Kollegen. Und dann kommt es auf die Leckereienseite von "Indras kleiner Welt". :o) Die Schwäche für solche Produkte und mein Spass am Testen muss mir wohl auf die Stirn geschrieben sein, denn ich kann kaum durch die Fußgängerzone laufen ohne von Marktforschungsinstituten angesprochen zu werden (so passiert in Stuttgart, Leipzig und Hamburg, wobei ich in letztern nur jeweils einen Tag verbracht habe). Mittlerweile bin ich bei mehreren Instituten in der Kartei und werde ab und zu für Tests direkt angerufen. Spass frei Haus, na, wenn das nichts ist! :o)

Zu guter Letzt
So, jetzt habe ich aber genug über mich erzählt. Wahrscheinlich war für Euch (ich gehe einmal davon aus, dass mich die meisten Besucher meiner Seite recht gut kennen - alle anderen sind natürlich auch recht herzlich willkommen) nicht allzuviel Neues dabei, aber ich hoffe, Ihr habt Euch doch ein bißchen unterhalten.
Seid froh, dass ich diese ganze Seite ein zweites Mal schreiben musste (ich Schussel hab versehentlich die erste Version gelöscht - wieder mit dem Hintern gedacht, wie meine Mutter so schön zu sagen pflegt), so dass nur die Highlights in sehr überarbeiteter Form stehengeblieben sind. :o)
Eines muss ich wirklich sagen: das Internet ist bestens für solch ....mh.... nennen wir es mal "kommunikationsfreudige" Menschen wie mich geeignet. So kann ich meine Geschichten und Erlebnisse auch Menschen näherbringen, die gerade nicht direkt greifbar sind. Gut, eigentlich sollte man im Internet keine langen Texte veröffentlichen (ich hab es nicht vergessen, Mirjam!), aber wenigstens schont diese Art der Präsentation Eure Ohren (außer natürlich, ich baue irgendwann mp3s auf meiner Seite ein :o) )
Aber so könnt ihr einfach wegklicken, wenn es Euch zu lang wird.
Sollte ich trotz aller Ausführlichkeit noch elementar wichtige Dinge über mich vergessen haben, die unbedingt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen um mich zu verstehen (keine Panik wenn ihr mich manchmal micht versteht, ich versteh mich manchmal selbst nicht), dann sagt mir einfach Bescheid.

So beende ich diese meine Selbstdarstellung mit einem Zitat von Frau D.M. aus S., das mich glauben läßt, dass ich trotz meiner manchmal ausufernden Beredsamkeit nicht ganz unerträglich bin:

"Indra, so Leute wie Dich brauchts einfach."


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